Kultur öffnet – Wunsch und Wirklichkeit! Was können Museen tun? | #KultBlick

Kultur öffnet – wie? Die Blogparade #Kultblick des Archäologischen Museums Hamburg, initiiert von Katrin Schröder und Tanja Praske, hat schon über 70 Beiträge hergegeben! Nur etwa 10 % habe ich bis jetzt gelesen. Und ich habe jetzt aufgehört mit Lesen, sonst fehlt mir die Zeit, selber einen zu schreiben! Schon toll, diese Parade – sie schließt bald, aber die Posts sind und bleiben im Netz zugänglich, offen für alle. „Offen“, das sollte das Stichwort meines Beitrags sein!

Kultur öffnet – mein #KultBlick vertreten durch: Zealand Landscape. Open Country in North Zealand | Johan Thomas Lundbye. Bild: Statens Museum for Kunst. Peter Soemers Beitrag zur Blogparade #Kultblick

Kultur öffnet – mein #KultBlick vertreten durch: Zealand Landscape. Open Country in North Zealand | Johan Thomas Lundbye. Statens Museum for Kunst. Bild über Europeana: https://www.europeana.eu/portal/de/record/2020903/KMS402.html.


Kultur öffnet – mehr Offenheit für alle

Als ich vor zwei Jahren an Blogparade #KultDef teilnahm, war „Kultur weitet mein Herz“ mein Leitsatz. Mein Herz geht auf, wenn ich vor bestimmten Gemälden stehe. Ich bekomme das Gefühl […] einen Raum zu betreten, worin ich leben kann. Buchstäblich einen Lebensraum. Ich verspüre an meinen Körper, dass sich etwas ändert: die Weite meines Herzens. Ich kann aufatmen.

Daran hat sich nichts geändert. Ich habe es Gottseidank nicht verloren, es brauchte also nicht wiedergefunden zu werden. Dieses Aufgehen – sich öffnen – offen werden – ist immer noch mein beliebter #KultBlick. Kultur öffnet mich; Kultur schafft mir erlebtes, historisches Bewusstsein; Kultur eröffnet mir Lebensraum und befreit mich immer wieder von einem Blick auf die Wirklichkeit, der sich als zu sehr eingeengt erweist.

Das, was Kultur mich bringt, würde ich gerne anderen Menschen auch ermöglichen! Das gesellschaftliche Zusammenleben kann davon nur besser werden. Zusammenleben, in Respekt, wissend um viele schöne und viele tragische Gegebenheiten und Geschehnissen in der Welt… Mein Kulturblick ist auch der Antrieb, um auf allen Fronten für Offenheit zu kämpfen.

Daher möchte ich hier besonders Offenheit im Kulturgeschehen hervorheben. Beispiele, die mich irgendwie berührt haben. Dabei stelle ich größere Initiativen wie Digitalisierung in Kulturhäusern, Bewegungen wie OpenGLAM, Wikipedia und Europeana erst einmal beiseite. Ich habe darüber in früheren Gastbeiträgen bei Tanja berichtet, und bald sollte ein neuer dazu entstehen.

Offenheit der Museen und Teilhabe der Besucher

Mein großer Wunsch als Kulturliebhaber ist es, jedem Menschen auf dieser Erde ähnliche Erfahrungen wie ich sie habe, in Bescheidenheit mit zu ermöglichen. Das Ziel: Jeder möge im Alltag seinen persönlichen Zugang zu seiner persönlichen Kultur (und darüber hinaus) finden, als Bereicherung für sein Leben und für die Gesellschaft. Selbstverständlich sollen Kulturhäuser und Kulturvermittler sich dafür ordentlich anstrengen. Eben: Kulturvermittlung, mannigfache digitale Angebote, OpenGLAM, Public History, Wikipedia, Europeana. Dies sollte jedoch geschehen in größter Offenheit für das unahnbare, sehr persönliche, das für den Einzelnen gerade so bedeutsam sein kann. Daher liebe ich sosehr die Aussagen von Michael Bauer / ‚Mikel Bower‚, in einem Kommentar getätigt:

Meistens laufe ich einfach durch das Museum, bleibe stehen und warte, welches Artefakt, Bild etc. mir etwas erzählt. […] Tatsächlich benutze ich Museen als eine Stätte, in der mir Dinge Geschichten erzählen.

Ich meine, hierum geht es letztendlich: persönliche Begegnung, immer wieder!

Der ganze Kommentar von Michael ist lesenswert; er erzählt auch was er sich als ‚Partizipation‘ erwünscht – zurecht, meiner Meinung nach.

Europeana goes Blogger – Mitmachen erwünscht!

Also, liebe Blogger, durch das Erzählen Eurer persönlichen Erfahrungen und Ansichten, ermöglicht Ihr gerade für andere Menschen die persönliche Entdeckungsreise. Daher finde ich Blogparaden wichtig und toll! Kulturhäuser sollten sich mehr für Eure Posts interessieren, gerade um ihren ureigenen Bildungsauftrag in ein breites, offenes Licht zu rücken und die Gefahr eines einseitigen ‚Frontaluntterrichts‘ zu vermeiden. Dies ist mit ein Grund, weshalb Europeana nun versucht, mehr mit Bloggern zusammenzuarbeiten. Zugegeben, die Blogger haben selber die Initiative dazu ergreifen müssen …

Mein Wunsch an Museen: online-Sammlung mit 3-D-Visualisierung

Ich darf laut der Ausschreibung auch Wünsche an die Museen formulieren. Ich habe einen Wunsch und eine Frage:

Wunsch: Liebe Museen mit online Sammlungen, bitte berichtet davon nicht nur auf Euer Website und in Sozialen Medien, sondern erzählt auch den Besuchern vor Ort, dass es diese gibt!

Ich fotografiere gerne in Museen, tue mich aber manchmal schwer mit verheerenden Lichtreflektionen, behindere vielleicht auch noch kurzfristig andere Besucher. Wenn ich wüsste, dass ich Bilder mit guter Qualität auf eure Website vorfinden könnte, würde ich mich mit wenigen unkomplizierten Schnappschüssen als Gedankenstütze für den späteren Websitebesuch zufriedengeben und mehr Zeit zum nicht-fotografischen Hingucken haben.

Frage:
Wäre es bei der Digitalisierung von Gemälden nicht angebracht, die Bilder, die mit originellen Rahmen konzipiert und/oder versehen sind, in zweifacher Weise zu digitalisieren: einmal mit und einmal ohne Rahmen? Würde ein zusätzliches 3-D-Bild von beiden dem ‚Gesamtkunstwerk‘ und bisweilen dem Gemälde an sich sogar nicht mehr gerecht werden? Das ist vielleicht Zukunftsmusik. Es ist ja auch eine Kosten- und Ressourcenfrage.

Herzlichen Dank für Eure Blogparade, engagierte Katrin und Tanja!

 
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