Der erste Geburtstag: ein Jahr bloggen – Zeit für Tacheles

Erste BloggeburtstagHipp, hipp, hurra … mein Blog feiert den ersten Geburtstag … Zeit für Tacheles! Vor genau einem Jahr beschrieb ich meinen Hürdenlauf zum eigenen Blog. Damals schien es mir ein langer Weg mit vielen Unwägbarkeiten zu sein. Der Respekt davor war und ist groß. Heute stimmt mich die Entwicklung des Blogs froh. Mit Euch hier und im Social Web zu diskutieren inspiriert mich und verlangt nach mehr. Ein dickes Dankeschön dafür! Das Blog ist meine „Spielwiese“. Hier experimentiere ich. Hier möchte ich herausfinden, was für die digitale Vermittlung von Kultur funktioniert und was nicht. Warum eigentlich?

Weil ich für Kultur, Kunst und Museen brenne. Sonst hätte ich kaum Kunstgeschichte studiert. Die Jobaussichten sind in dem Fach keineswegs rosig. Die Standardfrage während meines Studiums sowie Doktorats lautete damals: „Kunstgeschichte … aha … hm … und was macht man damit?“ – „Ich kann an der Uni, im Museum, bei Verlagen arbeiten“ – „Ach so …“ – Fragezeichen und Unverständnis blieben. Die digitale Kulturvermittlung ist griffiger und zu meiner Herzensangelegenheit geworden.

Tacheles

Bei allen Tests fußt mein Blog auf zwei Säulen: a) Social Media Maßnahmen für die Kultur auszuloten und b) Kulturerleben zu vermitteln – darum dreht es sich bei mir per se und das wird so bleiben. Zwischenstände meiner Aktivitäten könnt Ihr hier und hier nachlesen. Was faszinierte mich in meinem ersten Jahr im Privat-Blog? Was lernte ich und was ist mein Anspruch? Genau darum und um die Dos and Don’ts soll es heute gehen – eben Tacheles.

1. Mein Blog wird gelesen und diskutiert – wunderbar

Davor hatte ich Bammel: Finde ich die Zeit regelmäßig zu schreiben? Finden mich die Leser? Ja und ja. Muss alles perfekt sein? Nein. Warum? Ich probiere aus, lasse mich (zielorientiert?!) treiben und anregen. Manchmal schreibe ich einfach drauf los, manchmal bereite ich Artikel akribisch vor und nicht selten nehmen sie eine ganz andere Richtung ein, als ich es vorher plante – typisch Tanja! Als Kulturbloggern habe ich (m)einen Weg gefunden. Museen, Kulturschaffende und Laien diskutieren mit mir im Blog und im Social Web. Das freut mich am allermeisten und das möchte ich ausbauen – ein klares Do!

2. Regelmäßigkeit über die IronBlogger München

Das Logo stammt von Inken Meyer

Das Logo stammt von Inken Meyer

Seit Juli bin ich eine IronBloggerin München. Iron, Eisen, was …? Ganz einfach. IronBlogger verpflichten sich dazu, regelmäßig einmal in der Woche einen Beitrag zu veröffentlichen. Wer es nicht schafft, muss zahlen. Einen Teil des Geldes spenden wir, den Rest „verprassen“ wir gemeinschaftlich in geselliger, austauschfreudiger Runde. Einmal

trafen wir uns bereits und das noch bevor die Kasse voll war – sehr sympathisch! Ansonsten bloggen wir fleißig. Tatsächlich wird das für mich zur Sucht. Gerne möchte ich mehr schreiben, wenn … Tja, wenn nur das Wörtchen „wenn“ nicht wäre (#Zeit #Familie #Arbeit #Ruhe …) Fakt ist, dass das wöchentliche Bloggen die Leserschaft merklich steigerte – prima: Do!

3. Keine Sommerpause mehr

Fast drei Wochen pausierte ich im Sommer. Die Konsequenz tat weh. Die Abrufzahlen halbierten sich … autsch! Eine Bloggerkollegin warnte mich davor, trotzdem zog ich es durch und ja, sie hatte Recht. Also, zukünftig keine längeren Pausen mehr machen– absolutes don’t do it again!

4. Erfolgsstorys

Davon gibt es mehrere … Die Liste „Beliebteste Artikel“ in der Sidebar zeigt Euch, welche das faktisch sind. Erfolgreich sind für mich weitere Storys. Ich bin begeistert, wenn mein Post über das Texten für Museen via Googlesuche aufgerufen wird. Hingegen überraschte mich der Joe Cocker-Post. Meine Tochter schaute gerade die Sendung mit der Maus, als ich auf dem Sofa neben ihr meine Eindrücke vom Konzert ins Netbook „haute“. Quick and … Während der Sänger durch Deutschland tourte, stießen Leser über diverse, interessante Suchbegriffe auf meinen Artikel – sehr lehrreich und Do!

Lehrreich und fesselnd war aber auch meine Mini-Serie über erfolgreiches Bloggen (Teil 1 und Teil 2). Die Zugriffszahlen stiegen enorm – Do. Die Hilfs-, Diskussionsbereitschaft sowie die Offenheit der kommentierenden Institutionen erstaunten und freuten mich außerordentlich. Mein Kunsthistorikerherz schlug Purzelbäume, fordert aber auch mehr ein. Hmm … was denn?

Mein Anspruch für die Zukunft

StiaIch möchte mehr über “Kunst erleben“ schreiben, mehr über „Kinder, Museum und Kultur“. Tatsächlich wünsche ich mir, dass sich mein Blog zum Mittler zwischen Institutionen und Kulturinteressierten wandelt – der Idealfall. Hier werde ich wieder probieren. Mittwochs wird von nun an ein Blogpost veröffentlicht. Freitags passiert hin und wieder etwas, vermutlich zielgruppenspezifisch mehr in Richtung „Kultur erleben“ oder „Impressionen“. Das können Ausstellungs- oder Ausflugstipps sein. Social Media Themen machen am Freitag keinen Sinn, wie ich mit meinem Post über BarCamps feststellte, den ich um 12:00 (eine unglückliche Zeit – Don‘t) freischaltete #lehrreichesExperiment.

Aber was sind Regeln, wenn sie nicht auch mal durchbrochen werden? Langweilig, oder? Bereits in der nächsten Woche werde ich am Montag, 07. Oktober 2013 einen für mich spannenden Aufruf starten. Am Mittwoch passiert im Blogs nichts, dafür aber in Theuern auf der EDV-Tagung. Hier werde ich über „Bloggen im Museum. Neue Formen der Kommunikation“ am Beispiel des Residenzmuseumsblogs referieren – ola, muss dafür noch einiges vorbereiten! Nun aber zur …

… Ankündigung: Blogparade „mein Kulturerlebnis par excellence“

Endlich – meine eigene Blogparade (07.10.-11.11.2013). Drei Blogparaden betreute ich bislang (Residenzmuseum 2012, 2013 / IMT13). Jetzt lanciere ich eine eigene. Ich möchte erfahren, was Euer faszinierendes „Kulturerlebnis“ in der Ferienzeit war. Passt ja hervorragend, der Herbst klopft an. Was liegt da näher, als den Sommer wieder zu vergegenwärtigen oder aber ein Kulturerlebnis in den Herbstferien zu schildern? Die Blogparade richtet sich an alle, die mitmachen wollen. Es wäre wunderbar, wenn sich auch Institutionen (Museen, Theater, Festivals, Verlage…) beteiligen. Erlebnisse rund um Veranstaltungen, Eröffnungen oder ein besonders schöner Austausch mit Besuchern können Themen sein. Wie genau die Blogparade abläuft, erfahrt Ihr im Aufrufpost am 07. Oktober 2013.

Eine Facebookseite für das Blog – KULTUR TALK

Nun, ich habe lange überlegt. Jetzt ist sie da – die Facebookseite und heißt: Kultur Talk. Sie begleitet das Blog. Hier werden einerseits meine Blogposts aufgenommen, andererseits poste ich für mich lesenswerte Artikel rund um Kultur und Museen, je nach Zeit … *hüstel*. Mein ständiger Begleiter – die Panasonic-Kamera – erhält so eine Plattform. Vor allem aber werde ich weiter experimentieren. Es gibt so vieles, was ich vorhabe, ohne dass ich schon jetzt weiß, was das ist …

Mein Wunsch: Euer Feedback

Schreibt mir was Euch gefällt und was nicht, worüber Ihr mehr erfahren möchtet und was ich verbessern kann. Ich bin neugierig! Auf das es noch möglichst viele Geburtstagsfeiern mit Euch werden!!!

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