Lesestoff: Gulasch, Müll, Klimarahmen und Röntgenblicke

Lesetipp; Lesestoff; WoandersDer Lesestoff aus der Museumswelt grätscht frech in die Blogparade #KultDef hinein, obwohl diese reichlich Lesefutter bietet. Und weil du jetzt vielleicht am Frühstückstisch sitzt, statt der Zeitung das Tablet, Smartphone und Co vor dir hast, während die anderen Familienmitglieder schon versorgt sind, serviere ich dir Gulasch, Radioaktivität, Versandhäuser, Röntgenblicke, Müll, Klimarahmen und eine Fotokampagne – was für eine Mischung!

„Ein besonderes Spielzeug: Das Gilbert U-238 Atomic Energy Lav von 1952“

Das Deutsche Museum präsentiert erneut ein verrücktes Exponat. Verrückt deshalb, weil im Zuge der „Atomeuphorie“ amerikanische Kinder von 1951-53 mit radioaktiven Pulvern experimentieren durften. Susanne Rehn situiert den Experimentierkasten ins Zeitgeschehen. Wie gefährlich das „Spielzeug“ damals war und heute ist, erfährst du im Post. – Deutsches Museum, München, Post vom 5.6.15.

„Quelle, Neckermann, Bader und Co. – nicht nur zum Bestellen. Versandhauskataloge in der Sammlung Volkskunde“

Bis auf Otto gibt es die anderen Versandhäuser nicht mehr. In den 50er Jahren gestartet, liefen die Geschäfte bis zu Amazon’s und später Zalandos Auftritten gut. Dann kam der Einbruch. Tja, wer nicht online unterwegs ist, der wird weggefegt – wie war das noch mit dem Neuland Internet? Was bedeutet die Nr. 119 bei Neckermann? Der Post und die neue Dauerausstellung „Sammlung Volkskunde“ im hessischen Landesmuseum in Kassel klären auf. – Post vom 5.6.15

„Viel mehr als auf den ersten Blick – was uns zwei Monet-Gemälde des Städel erzählen“

Ich liebe diese Röntgenblicke durch Malschichten. Zwei Bilder, zwei unterschiedliche Herangehensweisen von Claude Monet. Während sich der Maler an der Komposition von „Das Mittagessen“ (1868/1869) heftig abrieb, Personen und Dinge hinzu und wieder entfernte, hielt er bei „Häuser am Ufer der Zaan“ am Erstentwurf fest. Über QR-Codes an untersuchten Gemälden Monets können in der Ausstellung im Städel die wissenschaftlichen Ergebnisse eingesehen werden – prima!
Die Monet-Ausstellung im Städelmuseum in Frankfurt kannst du noch bis zum 28.6.15 dir anschauen – nix wie hin! – Post vom 5.6.15.

„Als hätte eine Plastikbombe eingeschlagen“

Diese Wanderausstellung, die bis August im Naturkundemuseum in Graz weilt, bietet reichlich Stoff zum Nachdenken. Gezeigt wird Müll, der auf der unbewohnten Insel Kahoolawe (bei Hawai) jährlich angeschwemmt wird. Die Ausstellungsmacherin verrät ihr Konzept. Es lohnt sich auch, die verwandten Posts zum Thema Müll zu lesen und dann das eigene Verhalten zu überdenken. Mir fällt dazu nur ein: krass und traurig – action gefordert! – Universalmuseum Joanneum, Post vom 4.6.15.

„Cranach’s Schmerzensmann auf dem Weg ins Microklima“

Was passiert mit Gemälden von Cranach, wenn sie ungeschützt von einer Ausstellung zur nächsten wandern oder in ein neues Museum umsiedeln? Zerstörung. Schaden. Verlust. Damit das nicht passiert, gibt es Klimarahmen, die das Gemälde unsichtbar für den Besucher schützen. Dass das keine null acht fünfzehn Arbeit ist, verdeutlicht der Post! Eine tolle Depotreihe. – Klassik Stiftung Weimar, Post vom 3.6.15.

„Wie kocht man das perfekte Gulasch?“

Leider verpasst – die Gulaschprogrammiernacht fand vom 4.6.-7.6.15 im ZKM statt. Der Chaos Computer Club Karlsruhe organisiert dieses jährliche Event. Die technische Hexenküche ist heiß. Normalerweise gebe ich hier keine reinen Veranstaltungshinweise wieder und abgelaufene schon einmal gar nicht, aber dieses Format reizt mich, werde ich mir für nächstes Jahr vormerken! – ZKM, Karlsruhe, Post vom 2.6.15.

„Einblicke in die aktuelle Fotokampagne in der Porzellansammlung“

Nachdem du heute Lesestoff zu Röntgenaufnahmen und Klimarahmen gelesen hast, erfährst du in Dresden wie und warum 8.000 Porzellanstücke fotografiert werden. Die Digitalisierung schreitet voran, Forschungsmaterial wird geboten und das Objekt erneut überprüft. Mitunter sehen dann die Wände recht kahl aus. Ein wunderbarer Einblick in die museologische Arbeit. – Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Post vom 1.6.15.

Das war der Lesestoff zum Sonntagsfrühstück! Damit nicht genug, verfolge weiterhin die Blogparade #KultDef – die Nahrung zum Lesen, Nachdenken und Mitmachen geht nicht aus!!!

Hast du Wünsche oder Anmerkungen zur Reihe „Lesestoff“? Bin ich dir zu lang- oder kurzatmig? Vermisst du etwas oder passt’s so? Nur her damit!


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