Caritas Ausstellung in Paderborn – ein Blog verrät Insiderwissen (7)

Extra zur Caritas Ausstellung (23.7.-13.12.15) geht das Diözesanmusem Paderborn neue Wege in der Kommunikation – ein Blog lüftet Geheimnisse und verrät Insiderwissen vor sowie während der Ausstellung. Der vielgerühmte Blick hinter die Kulissen weckt meine Lust auf den Museumsbesuch und das Tolle: Dank der Bloggerreise #Pbkleiner3 sehe ich mir „CARITAS – Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart“ jetzt am Wochenende (24.7.-26.7.15) an. Die Mediävistin in mir jubiliert. Während du diese Zeilen liest, sitze ich im Zug nach Paderborn. Selbstredend, dass weitere Berichte folgen. Das Projektblog teasert die Ausstellung an – also, Grund genug für den Blogsteckbrief!

#Pbkleiner3; #CaritasAusstellung; Caritas Ausstellung; Paderborn; Diözesanmuseum Paderborn

Das Blog zur Caritas Ausstellung Paderborn bietet spannende Blicke hinter die Kulisse des Diözesanmuseum Paderborn. #Pbkleiner3 und #CaritasAusstellung rufen!


Vier Blogger lud das Diözesanmuseum Paderborn zur Caritas Ausstellung ein:


Wie schon zur #bsgauguinreise15 gibt es einen Hashtag zur Bloggerreise nach Paderborn: Folgt am Wochenende #PBkleiner3 oder #CaritasAusstellung auf Twitter, Instagram und Co – es lohnt sich! Nun aber zum Blogsteckbrief.

Seit wann und wie oft bloggt das Diözesanmuseum zur Caritas Ausstellung?

Das Diözesanmuseum ist seit dem 30.1.15 „on the Blog„. Bis auf den Ausreißer im April mit nur zwei Posts, bloggten sie im Schnitt fünf Mal pro Monat. Die Artikel verteilen sich zeitlich sehr unterschiedlich: Mal erscheinen sie an aufeinanderfolgenden Tagen, mal einmal in der Woche, je nachdem, was gerade ansteht. Das ist grundsätzlich gut. Besser wäre eine noch engere Taktung. Ein bis zwei Postings in der Woche halten gerade den Leserkreis aufrecht. Im Regelfall ist diese Frequenz zu gering, die Reichweite des Blogs auszubauen.

Für den Caritas-Blog mag es anders sein, da die Postings oft mit medienbegleitenden Veranstaltungen einhergehen, wie beispielsweise die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den Museumsleiter Stiegemann. Die zahlreichen partizipativen Aktionen mit den Padabornern richten zudem die Aufmerksamkeit auf das Blog. Die anstehende Ausstellung ist somit wiederholt Gesprächsthema in der Öffentlichkeit. Davon profitiert das Blog. Klar werde ich die Blogziele und -entwicklung in Paderborn hinterfragen. Ich freue mich auf die Antworten.

Worüber bloggt das Diözesanmuseum?

Alles dreht sich um das Thema der Caritas Ausstellung. Diese fragt „nach den Ursprüngen der Nächstenliebe und wie diese als Leitprinzip zu unterschiedlichen Zeiten – von der Antike bis in die Gegenwart – gelebt wurde.“ Mir gefällt der Bezug zu gesellschaftlich aktuellen Themen, wie:

die anhaltenden Flüchtlingsströme, Gewalt, Vereinnahmung von Religionen und die jüngeren Demonstrationen gegen Überfremdung, erscheinen Mitmenschlichkeit und die Hinwendung zum Nächsten als fundamentale Werte unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens von höchster Aktualität.

Der museologische Alltag, das Vermittlungsprogramm sowie die Entstehung der Ausstellung werden unterhaltsam und geschickt erzählt. Museumsleute sollten genau den Artikel „Website in leichter Sprache“ lesen. Das ist übertragbar auf Texte schreiben für Ausstellungen. Einzelne Mitarbeiter stellen ihre Sicht der Dinge vor, wie der „Facebooker in Berlin“ oder der Grafiker im Urlaub – sehr fein! Eine Autorenseite fehlt. Es kann also gut sein, dass eine einzelne Person das Blog verantwortet – oder?

Was gefällt mir?

Ich mag das klare und minimalistische Blogdesign mit intuitiver Navigation (wichtiger Punkt gemäß „Website optimieren„). Die Artikel stehen so im Fokus. Die Anbindung an die Website ist gut gelöst. Vor allem die Rückbindung von dieser auf das Blog ist vorbildlich. Das Twitter Widget gefällt mir, wenngleich hier mehr Action schön wäre. Wobei der Twitter-Account @DioezMuseum_PB in letzter Zeit sehr aktiv ist. „Echtzeitkommunikation“ und Vernetzung sind angekommen. Der Blick jenseits der eigenen Aufgaben ist geboten, siehe Youtube-Tipp vom rappenden Krankenpfleger:

Der Twitter-Stream im Blog zeigt immerhin an, dass eine Bloggerreise bevorsteht. Weder Blog noch Website gehen bislang darauf ein – verpasste Chance? Kann ja noch kommen. Den Blogpost schrieb ich schließlich am 23.7.15 und dieser Tag ist besonders: Eröffnung der Caritas-Ausstellung.

Fein finde ich den Artikelmix von kleinen zu längeren Blogartikeln. Was manchmal den Charakter einer Pressemitteilung hat, wirkt durch den persönlichen Ton unmittelbar. Die Titel sind klasse. Teils kaschieren sie reine Veranstaltungs- oder Ticketkooperationen auf nette Art und Weise, teils bieten sie den Blick hinter die Kulissen. Oder was sagst du zu: „Apostel Paulus trifft Technik„, „Mit Liebe gemacht“ und „Kann denn Liebe Sünde sein?„.

Wünschenswert wäre der Ausbau des Youtube-Kanals. Die Videos ließen sich wunderbar im Blog widerspiegeln.

Mein Artikel-Favorit

Oh, menno – das ist wieder einmal schwer (vgl. zuletzt Blogsteckbrief des TECHNOSEUMs). Du weißt von mir, dass ich Restaurierungsberichte liebe. Den Schmerzensmann in der Röhre nahm ich im letzten Lesestoff auf. Klar, dass ich „Gestrenge Herren erstrahlen in neuem Glanz!“ sehr gerne las. Ansonsten faszinieren mich die zahlreichen partizipativen Aktionen. Auf die Berichterstattung zur „Inklusiven Schreibgruppe“ im September, wenn die erarbeiteten Texte vor den Objekten vorgelesen werden, bin ich sehr gespannt. Vor Ort werde ich gerne „Ich höre was, das Du nicht siehst“ testen – das klingt richtig gut!

Ur-Ton

„Über das, was in diesem Jahr rund um die CARITAS-Ausstellung passiert, halten wir Sie hier auf dem Laufenden. Aber auch Menschen und Aktionen, die einen Beitrag in unserer Gesellschaft zu Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe leisten, möchten wir in unserem CARITAS-Blog ein Gesicht und eine Stimme geben.

Machen Sie mit und teilen Sie die Gedanken rund um das Thema Nächstenliebe mit uns und Ihren Freunden.“

Ich bin auf die weiteren Artikel im Ausstellungsverlauf sehr gespannt und hoffe, dass das Projektblog nur ein Anfang war – du auch?


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3 Kommentare

  1. Pingback: Chère charité…

  2. Pingback: Caritas Ausstellung - Interview mit der Kuratorin Dr. Ruhmann

  3. Ich sitze im Zug nach Paderborn und lese den Blogpost. Ich bin schon gespannt, wie Du als Mittelalter-Expertin auf die nächsten Tage blicken wirst. :)