Inspiration auf der Alm – Teambuilding und Salami vor traumhafter Kulisse

Et voilà – ein Wochenende zum Brainstormen über und für die Kulturkonsorten auf der Almhüttte –Fazit: Klasse! Ganz nebenbei feierten wir unser einjähriges Bestehen. Zeit für Reflexionen, Visionen und Statements. Während drei Kulturkonsorten den mühseligen Auf- und Abstieg zur/von der Hütte vornehmen, sitze ich Knielahme vor dieser, genieße den Blick auf die österreichischen Berge und verarbeite die vielfältigen Impressionen. Kuhglockengeläute, zirpende Grillen sowie summende Insekten prägen den Lärmpegel. Eine herrliche Atmosphäre zum Bloggen. Das Ergebnis von Teambuilding, Tacheles und Weichenstellung …

Sonnenuntergang auf der Alm mit Hütte

Sonnenuntergänge auf der Alm sind einfach nur grandios. Erlebt man das mit den Kulturkonsorten, dann ist’s perfekt!


… wird in Kürze auf dem Blog der Kulturkonsorten vorgestellt. Das Netzwerk für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Kommunikation im digitalen Raum – wandelt sich. Recht so! Was die Kulturkonsorten bisher gemacht haben, könnt Ihr in ihrem Blog nachlesen. Was ihr Selbstverständnis und die Beziehung zur Kultur sind, findet Ihr hier. Und worum geht es heute? Um Eindrücke, Erlebnisse und Stimmung.

Teambuilding, Weichenstellung und Salami vor traumhafter Kulisse

Der Zeitpunkt für Teambildung und Neuausrichtung der Kulturkonsorten war ideal. Das „heißeste Wochenende des Jahres“ diente uns zum Einheizen für Kultur. Während Ihr da unten im Tal, in der Stadt, auf dem Land geschmort wurdet, wehte auf 1.200 m Höhe ein angenehmes Lüftchen. Für uns bedeutete es: raus aus der Tretmühle des Alltags, hinein in die Stille und Einfachheit. Ideen und Inspiration ahoi. Neuland betrat ich damit: vier Leute vereint auf einer großen, äußerst schlichten Hütte mit 36 Betten, verdammt dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Was sind unsere Erwartungen an die Kulturkonsorten? Wohin führt der Weg? Und wie gehen wir ihn miteinander? Fragen, die wir vor traumhafter Kulisse diskutierten und das äußerst effizient.
 
Nach dieser intensiven Erfahrung kann ich jedem nur empfehlen, Teambuilding und Weichenstellung auf der Hütten anzugehen. Klasse, herrlich, wunderbar – wir brauchten auch keine Boxhandschuhe, obwohl wir Tacheles redeten! Die Strategie: Nachdenken, Spaß haben und … essen. Es gibt für uns ein neues geflügeltes Wort: Salami, und die hat nichts mit #Salamitaktik zu tun. Jeder besorgte, trotz Absprachen im Vorfeld, noch ein Extra-Schmankerl für alle, eben Salami. Diese gab es dann zum Frühstück, als Vormittagssnack, zum Mittagessen, am Abend … überhaupt haben wir dort oben viiieeel gegessen, Schmankerl müssen nun mal verkostet werden.

Und der rote Ballon?

Einen roten Ball(on) warf mir ein Museum auf Twitter vor meiner Abreise in Anspielung auf meinen Spaziergang im Schlosspark Nymphenburg zu.

Was bedeutet mir der „rote Ballon“?

Fantasie, Spiel, Kindheit, gute Laune, bunt, fliegen, Museum und Kultur… Das traf fast alles auf unser Wochenende zu. Hatten wir den roten Ballon – den materiellen – vergessen, so erhob er sich extra für uns nach dem Abendgewitter aus den Bergen, stieg immer höher und höher. Der Mond sah tatsächlich wie ein roter Ballon aus. Das Naturschauspiel begeisterte. Während wir aufgereiht wie die Hühner auf der Stange unsere Brotzeit aßen, um nicht nass zu werden, wechselten sich Donner und Blitz mit der Sonne ab. Am Ende gab es zwei Regenbögen (hier die Auflösung zur Entstehung), die das gleißende Tal und die dunklen Berge umspannten – einfach phänomenal! Das unglaubliche Naturschauspiel, die Licht- und Farbenpracht bleiben mir fortan in Erinnerung. Die Kamera war überfordert. Meine Beschreibung muss genügen. Tweets informierten in Echtzeit darüber und schürten gar Neid. Muss nicht sein, einfach selber machen!

Regenbogen übers Tal von der Almhütte aus gesehen.

Fantastisch – Sonnenschein, Regenbogen und Gewitter, das an uns vorbeizog.

Sonnenuntergang auf der Almhütte erlebt.

Die Sonne ging zwar unter, unsere Inspiration steigerte sich noch.

Wozu #catcontent, wenn …

… es #cowcontent gibt? Putzig waren die beiden Kühe, zumindest tagsüber. Ob zwischen den Bäumen, grasend auf der Wiese oder am pittoresken Wassertrog, sie ergänzten prima die inspirierende Idylle. Wenn allerdings das Zimmer zu ihrer Schlafstatt ausgerichtet ist, stehen sie direkt neben dem Bett. Idyllisches Geläute wird dann verflucht, soll ja vorkommen. Aus Kuh und Bulle entstand die Kombi #Zitzenbulle – Autokorrektur inkorrekter Beobachtung bzw. Insiderwissen – es muss nicht immer alles erklärt werden.

Mit stoischer Ruhe beobachteten uns die Kühe, während wir auf der Alm Social Media hexten.

Mit stoischer Ruhe beobachteten uns die Kühe, während wir auf der Alm Social Media hexten.

Was bedeutet mir das Alm-Wochenende?

Viel! Die Folgen sind noch nicht absehbar. Fakt ist, dass das Team und die Ideen klasse sind. Ich möchte diesen verrückten Haufen nicht missen. Fakt ist aber auch, dass ich meinen Part innerhalb der Kulturkonsorten sowie den Spagat zwischen Familie, Job und Privatblog sondierte. Gerade letzteres ist noch ein work-in-progress. Da kommt die wunderbare Vorstellung meines Blogs, das der Kulturkonsorten und Christian Henner-Fehrs von Druckstelleblog zur rechten Zeit – merci beaucoup für die Denkanstöße! Ich bin äußerst gerne ein „digitaler Museumspantoffel“. Gerade die Diskussion des Beitrags verdient es, vertieft zu werden. Nicht hier und nicht jetzt, oder doch?

Wunderkerzen schwenkende Kulturkonsorten vor Alpenpanorama.

Gleißendes Feuer in der Hand und in der Kreativität – so mag ich das mit den Kulturkonsorten.

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5 Kommentare

  1. Hallo Tanja,

    ich muss fesstellen, und Asche auf ein Haupt, ich lese viel zu selten in deinem/n Blog/s. Warum eigentlich? Wo es/sie m.M.n. das/die Blog/s sind, die mich immer wieder bestärken, (doch) weiter zu machen und auch in unserem ‚Kleinod‘ das Web 2.0 endlich Wirklichkeit werden zu lassen.
    An Ideen mangelt es mir nicht, an einer persönlichen ‚Umstrukturierung‘, mehr Zeit für die Umsetzung, arbeite ich. Alles Weitere werden wir sehen; hoffentlich bald.

    Beste Grüße aus dem ‚Kleinod‘ in Velten und nur um Himmelswillen nicht nachlassen ;)

    Andreas Zinnow

    • Tanja Praske

      Lieber Andreas,

      vielen Dank für die lieben Wort! Das Gleiche gebe ich dir zurück, nur nicht nachlassen, pushe es voran und informiere mich bald, was daraus geworden ist. Ich werde in nächster Zeit die Museumsblogs wieder nach Aktivität untersuchen …
      Je mehr Mitstreiter pro Kultur wir werden, um so mehr Wucht entfalten wir irgendwann und können gemeinschaftlich viel erreichen.
      Dein Kommentar auf diesen Blogpost bestärkt mich darin, immer wieder mal auf ältere Posts von mir hinzuweisen, da sie nach wie vor Relevanz besitzen und neue Diskussionen anstoßen können – auch wieder ein Vorteil von Blogs!

      Liebe Grüße hoch in den Norden
      Tanja

  2. Pingback: Kulturkonsorten 2013 (kulturkonsorten) | Pearltrees

  3. Liebe Tanja,

    wieder so ein schöner Bericht voller Atmosphäre! Ich kann das unglaublich gut nachvollziehen. Wir Herbergsmütter hatten uns ja in ein einsames Pfarrhaus in die Eifel verzogen, um ordentlich brainzustormen. Ich bin sehr gespannt, was ihr ausgekocht habt. Und finde es toll, dass ihr euch bewegt und neue Ideen angreift. Das ist unglaublich wichtig in diesen Zeiten, da sich auch „außen“ alles schneller verändert. Flexibel auf Neues reagieren – ach, wie sehr fehlt das doch gerade in unserer „Branche“. Gut, es heißt „Historiker“ aber eben auch „Kunst“. In diesem Sinne freue ich mich auf eure Neuausrichtung und Gestaltung!!

    • Tanja Praske

      Liebe Anke,

      es ist schön zu wissen, nicht alleine zu sein in der Kombination von „Historiker“ und „Kunst“. Vor allem der Austausch mit dir und den Herbergsmüttern sowie weiteren Kulturverrückten motiviert sehr, sich weiterzuentwickeln. Ping Pong im Dienste der Kultur auszubaldowern ist adrenalinfördernd und strengt an. Die Stille und Einkehr tat uns sehr gut, bald erfährst du mehr.

      Sonnige Grüße aus München nach Köln – eine sehr schöne Kultur-Achse!
      Herzlich, Tanja