Fazit 5 #KulturEr – ein fulminantes Kultur-Feuer #Blogparade (5)

Fazit #KulturEr - ein fulminantes Kultur-Feuer #Blogparade (5)Es ist vollbracht: Die letzten elf Beiträge der Blogparade „Mein faszinierendes Kulturerlebnis“ (#KulturEr) erwarten Euch – ein fulminantes Kultur-Feuer! Die Vorstellung der Artikel 37 bis 47 schließt eine für mich fantastische und unglaubliche Aktion ab. Kultur ist reich und fasziniert. Wissenschaft, Museen, Kinderaugen, Theater, Musikerlebnisse und Social Media Action zeichnen ein buntes Kaleidoskop von Kulturerlebnissen. Die Blogparade ist nun reich heimgekehrt, bleibt für Euch hier und in den Blogs der Teilnehmer erhalten. Lest, genießt, stöbert in den wunderbaren Blogs – es lohnt sich!

37. Minus Eins Ebene, Kai Thomas Platz
Wünschelruten-Laufen als alternative archäologische Prospektionsmethode
Kategorie: Wissenschaft und Archive
Wie cool ist das denn? Das war mein erster Gedanke, als ich diesen Bericht las. Eine Begegnung der dritten Art erlebte Kai auf dem hallstattzeitlichen Gräberfeld in der fränkischen Schweiz. Hügelgräber, „die der Zahn der Zeit eingeebnet hatte“, sollen wieder freigelegt werden. Zuvor müssen sie aber erst einmal gefunden werden. Was gibt es da Besseres, als mit der Wünschelrute das Gräberfeld abzugehen? Wozu brauchen Studiosi eine Prospektionsmethode, wenn es auch mystisch klappt? Mehrere prähistorische Gräber werden so gefunden – kaum zu glauben, aber wahr – super!

38. maailma. Kunst und Reisen mit Kindern
Wie Konzeptkunst zum Kinderspielplatz wurde
Kategorie: Museum – Kinder und Museum
Maailma berichtet über einen Zufallsfund, dem Massachusetts Museum of Contemporary Art, untergebracht in einem alten Industriekomplex in der Stadt North Adams. Auf drei Stockwerken wird eine Retrospektive von Sol LeWit gezeigt. Stockwerke als Labyrinthe begriffen für Strukturen, Farbfelder und Raster. Die Konzeptkunst ist das ultimative Kunstparadies für maailma und den zwei Töchtern. Ihre Kleider passen wunderbar zur Kunst. Kunst, die Spaß macht. Kunst, um das Sehen zu lernen – sehr schön!

39. Schreibstoff, Barbara Hiller
Wenn Ziegelsteine schweben
Kategorie: Museum – Ausstellungen
Barbara faszinierte die Installation von Kendell Geers „Hanging Piece“ im Haus der Kunst in München. Und mich begeistert ihre Art und Weise über Kunst zu schreiben. Selten habe ich einen so eindrücklichen und spritzigen Bericht über eine einzelne Installation gelesen. Ziegelsteine, die herabhängen und beweglich sind. Sie dürfen angefasst und bewegt werden. Berühren sie sich, reißen sie heftig die Stille des Raumes ein. Barbara assoziiert mit ihnen Waffen, Mauer, Strukturen, Schutz und Freiheit. Das „Hören lassen“ ist brutal – einfach nur fantastisch!

40. Druckstelle, Franziska Kümmerling
Mein faszinierendes Kulturerlebnis: Zum Heulen schön!
Kategorie: Musik, Buch und Film
Klasse! Franziska genießt im Magdeburger Opernhaus Theater das Musical „Hair“, die letzte Aufführung des Stücks – ein Genuss für die Ohren. Ein Genuss mit Nachwirkungen. Denn sie lernte den Komponisten Ludger Nowak kennen. Ein Tenor singt ihm nach der Aufführung in den Katakomben des Opernhauses ein Geburtstagsständchen. Zu Tränen gerührt, beschließt Fanziska, sich das Klavierspielen autodidaktisch beizubringen – eine neue Welt der Töne erschließt sich ihr – prima!

41. Kultureventbüro, Anke von Heyl
Kunst erleben
Kategorie: Museum – Museum und Social Media Action
Die Ausstellung über Joseph Beuys im Museum Schnütgen von 1997 – Mittelalter meets Moderne – packte Anke komplett. Sie knackte über den Künstler irritierte Besucher. Der Schlüssel dazu war die Technik des kreativen Schreibens. Vor Beuys Arbeit „Capri Batterie“ animierte sie ihre Gruppe zu schriftlichen Assoziationen. Resultat: Glühende Wangen, der Bürgerschreck Beuys verlor darüber seinen Schrecken. Eine hervorragende Anleitung für die eigene Wahrnehmung, die Anke als Kulturvermittlerin einsetzte – weiter so!

42. Blog des Theater Heilbronn
Du fährst DDR-Style!
Kategorie: Theater
Tatkräftig geht es hier zu. Das Inszenierungsteam von „Zweier ohe“ fällt bei den Ruderschwaben in Heilbronn ein. Ziel: Auf der Bühne korrekte Ruderübungen zu zeigen. Dafür werden Bewegungsabläufe von den Profis korrigiert, Fußstellung, Schulter nach hinten, Blick in die Ferne, Muskelkater inklusive. Es wird diskutiert mit welchem Boot eine Leiche gut aus dem Wasser zu ziehen ist. Was hat das mit dem DDR-Style zu tun? Ganz einfach: Kreuzt die rechte Hand über die linke beim Rudern, so steht das für den DDR-Ruder-Style – ein famoser Artikel!

43. Reisebloggerin.at, Gudrun Krinziger
Das Belvedere in Wien
Kategorie: Museum – Ausstellungen
Gudrun schildert ihren langen Weg, bevor sie das Belvedere in Wien lieben lernte. Eine Ausstellung von Gustav Klimt war ihr zu golden. Das Laufen im barocken Garten überzeugte sie nicht wirklich. Eine Riesenparty zur Eröffnung des 21er-Hauses auf dem Gelände vermittelt ihr einen Zugang zum Komplex, vor allem die Offenheit für alle, für Kulturinteressierte und Nicht-Kulturinteressierte ergriff sie. Das Belvedere wächst, vereint Alte mit Neue Kunst. Als dann das Winterpalais von Prinz Eugen eröffnet wurde, ist sie für das Belvedere als Gesamtkunstwerk vollends entbrannt – sehr schöne Fotos!

44. Soschy on tour, Sonya Schlenk
Ai WeiWei „So Sorry“ im Haus der Kunst München
Kategorie: Museum – Ausstellungen
2009 besuchte Sonya die Ausstellung gleich zwei Mal. Ihr Vorsatz wächst, öfters an Führungen teilzunehmen. Ich bin gespannt, ob sie das realisiert hat. Ai WeiWei’s Kunst beeindruckte sie nachhaltig. Zum Glück durfte sie fotografieren und das großartige Kunsterlebnis für uns eindrücklich festhalten, noch Jahre nach der Ausstellung – fantastisch! „So Sorry“ bezieht sich auf die ausgeprägte Entschuldigungsbereitschaft der chinesischen Regierung, ohne dass diese Taten folgen ließ. Ai Wiewei‘s Kunst vermittelt Geschichte und Botschaft unglaublich greifbar. Tolle Fotos!

45. Museums(t)raum, Tanja Neumann
Mein faszinierendes Kulturerlebnis: Ausblenden
Museum – Museum und Social Media Action
Ausblenden kann man ihr Erlebnis als Twitter-Reporterin und Fotografin nicht. Sie begleitet eine Aktion der Ausstellung „Außer Kontrolle? Leben in einer überwachten Welt“ (läuft noch bis Februar 2014 in Frankfurt). Über den performativen Selbsttest loten die Protagonisten des Events aus, wie sich die Überwachung auf uns auswirkt. Fazit: Es ist überaus aufwändig, sich dieser im Stadtraum zu entziehen. Da helfen auch nicht die Formationen „Zug“, „Doppelzug“ oder „Schildkröte“. Tanja schildert uns ein mehrfach „bewegendes“ Kulturerlebnis – spannend!

46. Weblog Kulturgut, Maria Rottler
Faszinierendes Potential für die Rettung von Kulturgut
Kategorie: Wissenschaft und Archive
Maria beleuchtet das positive Vermögen von Social Media zur Rettung von Kulturgut. Die Causa Stralsund – das Verramschen der Gymnasialbibliothek in Stralsund (Hintergründe dazu im Fazit 4 von Margret Ott) – setzte eine große Maschinerie von Web 2.0 Maßnahmen in Gang. Sieben Leute koordinierten diese mit Erfolg. Die Facebookseite erreichte innerhalb von nur sechs Tagen 10.263 Menschen – enorm. Eine vielfach „unterschriebene“ Online-Petition stoppte den Ausverkauf. Das Weblog Kulturgut wurde eigens dafür eingerichtet. Hier wird weiterhin über die Zukunft der Gymnasialbibliothek informiert. Daumen hoch für diese herausragende Initiative engagierter Kulturmenschen!

47. Das Wilde Dutzend
Von Wunderland bis Wunderkammer #KulturEr
Kategorie: Festival
Wunder über Wunder. Wunder, die erst emotional begriffen werden, bevor sie rational erklärbar sind – freigesetzte Gefühle. Der Besuch der Wunderkammer Sammlung von Thomas Obricht fasziniert. Gegenstände, die Geschichten erzählen, scheinen wahllos nebeneinander zu liegen. In der Renaissance und im Barock verstanden die Menschen Wunderkammern als Welterklärungsmodelle, hingegen wird die Sammlung Obrichts im Hier und Jetzt über die Einbettung in wandelnden Ausstellungen verankert und prospektiv aufgefasst. Das Wunderland Festival passt hervorragend dazu. 2013 zum ersten Mal durchgeführt, setzen nun die Planungen für 2014 ein – ein absoluter Veranstaltungstipp!
 
 
Geschafft. Aus. Schluss. Vorbei. Die Blogparade „Mein faszinierendes Kulturerlebnis“ ist nun mit dem fünften (!) Fazit definitiv abgeschlossen. Hier in den Zusammenfassungen bzw. visualisiert im Pearltree könnt Ihr alle Posts nochmals nachlesen. Ein letztes Dankeschön für das fulminante Kultur-Feuer, das Ihr alle entfacht habt. Kultur ist bunt, schön, bereichernd und herrlich. Sie muss gefordert und gefördert werden. In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmern und Lesern eine wunderbare Weihnachtszeit!

Fazit #KulturEr - ein fulminantes Kultur-Feuer #Blogparade (5)

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4 Kommentare

  1. Hallo Tanja,

    vielen Dank für Deinen Einsatz! Beachtlich, was Du mit der Blogparade auf die Beine gestellt hast!!! Und auch vielen Dank dafür, dass ich mittels Deiner Parade so viele wunderbare Menschen wie auch Blogs gefunden habe. Super!

    Herzlich grüßt
    Franziska

    • Tanja Praske

      Liebe Franziska,

      vielen herzlichen Dank! Die Blogparade ist nur wegen Euch, Euren wunderbaren Beiträgen so fantastisch geworden. Ich habe sie sehr gerne durchgeführt und es freut mich außerordentlich, wenn Du hier spannende Blogs entdeckt hast. Schließlich ist das auch der Sinn einer Blogparade, die Vernetzung der Blogger untereinander.

      Ich wünsche Dir eine geruhsame Weihnachtszeit und bis bald!

      Herzlich,
      Tanja

    • Tanja Praske

      Vielen herzlichen Dank! Das wünsche ich di auch. Ich werde noch meine Blogparade – Blogroll überarbeiten, mein Feedly füttern und dann habe ich Euch alle. Zukünftig wird dann auf meinem Twitteraccount „KulturTalk“ mehr passieren.

      Alles Liebe,
      Tanja