Tweetup oder Tweetwalk: Was bringen sie? #Lustwandeln zeigt’s!!

Der Sinn von einem Tweetup oder Tweetwalk wird immer wieder hinterfragt: Was bringt das? Warum twittert ihr aus einem Museum, für wen eigentlich? Kommen dadurch mehr Besucher ins Museum? Gegenfrage: Wie viel mehr Besucher kommen denn durch Plakate ins Museum? Auch schwer beantwortbar, gell? Weiter gefragt: Entstehen durch diese Bilder, Gedanken für andere, Dialoge, Blogposts oder wunderbare Eigeninitiativen, die andere, gar Fremde genießen können? Hm … das lasse ich mal so stehen. Dafür kann ich einiges über den Tweetwalk #Lustwandeln – Auf den Spuren Englischer Landschaftsgärten im Schlosspark Nymphenburg sagen: Zahlen, Fakten, Hintergrundgeschichten und Emotionen – Lust darauf? Lust zur Reflexion über die analog-digitale Kulturvermittlung?

Die Lustwandler sammeln sich vor dem Schloss Nymphenburg.

Die Lustwandler sammeln sich vor dem Schloss Nymphenburg.


Nach dem aktuellen Diskurs zur Banalisierung durch Kunstvermittlung, weiß ich schon, warum ich immer den Begriff Kulturvermittlung bevorzugt habe, da er so viel mehr für mich bedeutet und umfasst. Der Tweetwalk #Lustwandeln im Nymphenburger Schlosspark zählt zur analog-digitalen Kulturvermittlung. 2,5 Stunden führten wir die Lustwandler durch den Park, sie verzwitscherten ihre Eindrücke. Und was kam dabei heraus, außer den wunderbaren Aussagen der 35 begeisterten Instagramern, Twitterern, Bloggern sowie Schlössermenschen vor Ort UND der euphorisierten Mit-Lustwandlern in Berlin, Bayreuth, Schwetzingen, Aachen und im Netz? Allein der Punkt genügt mir schon: glücklich, begeistert, euphorisiert, partizipierend, neugierig geworden, Lust auf Wiederholung …

Zahlen und Fakten des Tweetwalks #Lustwandeln

Bis zum 19.4.15 einschließlich waren es über 2.900 Tweets mit einer potentiellen Reichweite von 3,5 Millionen Impressions. Das Monitoring des Hashtags #Lustwandeln lief vom 23.3. bis zum 7.5.15. Die Diagramme und Zahlen sprechen Bände: Bis zum 7.5.15 gab es also 3.167 Tweets mit einer Impression (=Reichweite) von 3.696.300. Schaue dir den Ausschlag der Tweetinfografic an. Der Event wurde seit dem 23.3. im Netz, aber auch hinter den Kulissen angeheizt und vorbereitet. Blogposts, die vorher erschienen sind, sorgten für leichte Beulen in der Tweetinfografic, da sie im Netz auf den verschiedenen Social Media Kanälen von vielen beworben wurden: Der Tweetwalk ist so Gesprächsthema.

Tweet-Infografic zum Volumen: ein erdbebenartiger Tweet-Ausschlag zum #Lustwandeln

Tweet-Infografic zum Volumen: ein erdbebenartiger Tweet-Ausschlag zum #Lustwandeln

Die Top-User sind nur die Spitze eines gigantischen Tweet-Eisbergs. Der Erfolg gehörten vielen - danke!

Die Top-User sind nur die Spitze eines gigantischen Tweet-Eisbergs. Der Erfolg gehörten vielen – danke!

Vier Storifys plus eins zum #Lustwandeln

Vier Storifys entstanden direkt nach dem #Lustwandeln. Das Storify der Kulturkonsorten gibt einen Überblick vom Geschehen vor Ort, in Berlin, Schwetzingen, Bayreuth, Haltern, andernorts und weltweit: darunter ein Tweet von Mallorca, aus Finnland und Indien – Wahnsinn! Manche schickten spontan Tweets zum #Lustwandeln, weil ihre Timeline auf Twitter den Hashtag massiv aufwies und sie Lust verspürten, mitzumachen – das war ein Ziel von uns, dass wir die Menschen im Netz zur Teilnahme aktivieren.

Die vier Storifys:

Das fünfte Storify kommt noch, vorher möchte ich noch auf …

… die herrlichen Blogposts eingehen, die nach dem Tweetup entstanden

Bislang sind es elf Blogposts, meiner ist der zwölfte zum #Lustwandeln. Auf der Website mit dem Blick hinter die Kulissen einer App listet die Schlösserverwaltung sämtliche Blogartikel auf, die zum #Lustwandeln im Park entstanden sind. Jeder Blogger erlebte den Tweetwalk mit den anderen vor Ort, nahm Gleiches, aber auch Anderes wahr. Ein Tweetwalk wird also gemeinsam besucht, führt trotzdem auch zu verschiedenen Wahrnehmungen.

  • @barbrastreusand vom Opernblog lustwandelte zeitversetzt zu uns am selben Tag, veröffentlichte aber als erstes im Blog ein Storify zum Lustwandeln – ein Guerilla-Lustwandeln – gelebte, verselbstständigte Partizipation, wie cool!
  • @kathysSong verknallte sich in den Nymphenburger Schlosspark. Sie freut sich schon darauf, ihn im Verlauf der Jahreszeiten zu erlustwandeln und auch ins Schloss, den Parkburgen und ins Marstallmuseum zu gehen – ich bin auf diese Blogpost ebenso gespannt! Wunderschöne Bilder machte sie für uns.
  • @photopraline schildert begeistert den Ablauf des Tweetwalks und erkennt das Potential dieses analog-digitalen Formats für Kultureinrichtungen – ihre Fotos sind atmosphärisch!
  • @nordbreze begeistert sich für die App „Schlosspark Nymphenburg“ und der Extra-Website mit dem Blick hinter die Kulisse der App und versorgt uns mit tollen visuellen Eindrücke – und klar, sie geht noch häufiger in den Park.
  • @markusPfl geht ausführlich auf die Gestaltungsprinzipien des Englischen Landschaftsgartens ein, beschreibt die Gondelfahrten und die Fasanenjagd, verdammt wie ich das Tengelmann-Lager, das die Sicht auf die Zugspitze versperrt und weist auf die App zur Vertiefung des Gehörten und Gesehenen hin. Wieder mit sehr schönen Bildern, die erneut Lust aufs Lustwandeln wecken.
  • @Isarblog gehörte zu den drei „Auserwählten“, die besondere Einblicke erhielten und sie für uns fotografierten: Monika Schreiner durfte auf das Dach der Amalienburg und hatte fast den Blick, den einst die Kurfürstin Maria Amalia bei ihren nächtlichen Fasanenjagden von dort aus besaß.
  • @Kultur_Natur ging ganz geerdet und unprätentiös mit uns durch den Park. Sie fühlte sich sogleich an Petrarcas „Landschaftserfahrung“ aus dem 14. Jahrhundert erinnert. Ihr Ausspruch „Hach, schön hier!“ passt hervorragend! Sie gibt uns neben tollen Fotos auch noch Lesetipps zum Lustwandeln.
  • @alltagdigital war der zweite der „Auserwählten“ – er durfte auf den Dachstuhl des Schlossesund hatte den Blick auf die Stadt, die einst Bernardo Bellotto, genannt Canaletto im Gemälde festhielt, das sich heute im Residenzmuseum befindet. Seine Nymphenburg-Ansichten sind in der App integriert – herrliche Fotos!
  • Das Blog des Residenzmuseums: Ja, hier habe ich eine Nachlese des Tweetwalks aus Sicht der Schlösserfrau unternommen.
  • @balkonrosen brachte im Blog ein ausführliches Storify, das tatsächlich wie eine Geschichte aufgebaut ist und Hintergrundwissen mit den Tweets verknüpft – ein sehr gelungenes Storify als Blogpost, wie ich finde!
  • @fromMunichwithLove analysiert die App „Schlosspark Nymphenburg“, beschreibt die genaue Funktionsweise und geht auf ihreLieblingsplätze im Park ein.

Ich bin neugierig, ob und was die dritte „Auserwählte“ schreiben wird, denn sie war im nicht-zugänglichen, kleinen Kurfürstenappartement der Badenburg und hatte einen herrlichen Blick aufs Löwental.

Das Münchner Kindle voller Vorfreude auf den exklusiven Einblick!

Das Münchner Kindle voller Vorfreude auf den exklusiven Einblick!

War es das? Warum machten so viele vor Ort und im Netz mit?

Nein. Das war es noch längst nicht. Die Zahlen sprechen zwar für sich, aber sie kamen nicht aus dem Nichts zustande. Wir mussten gewaltig etwas dafür tun, dass der Tweetwalk so erfolgreich wurde, Menschen bundesweit und sogar in Indien, Finnland und auf Mallorca zum spontanen Mitmachen animierte. Und wer sind wir? Das waren einerseits die Kulturkonsorten, die im Hintergrund vernetzten und Allianzen schmiedeten; andererseits wirbelte die Bayerische Schlösserverwaltung mächtig. Ja, hier steuerte ich maßgeblich die Aktivitäten.

Was machten wir im Vorfeld des Tweetwalks genau?

  • Zuallererst fixierten wir in Beratung mit den Kulturkonsorten unsere Ziele des Tweetwalks. Wir wollten den Englischen Landschaftsgarten, die Arbeit der Gartenabteilung und die Nymphenburg App massiv ins Netz bringen.
  • Wir setzten auf Exklusivität: Auslosung der Teilnehmer, Ansprache der Süddeutschen Zeitung als exklusive Berichterstatter (Artikel erschien am 20.4.15 im Münchenteil der SZ, Autor: Tom Soyer), „Auserwählte“ vor Ort, die ausgelost wurden und exklusive Einblicke erhielten. Für alle Teilnehmer öffneten wir das „Hexenhäuschen“, das ansonsten nicht zugänglich ist.
  • Wir veröffentlichten eine Extra-Website mit dem Blick hinter die Kulissen einer App am Tag des Tweetwalks. Hier zeigen wir nicht verwendetes Material der App.
  • Blogger Relations war ein Thema, in Blogger-Facebookgruppen und individuell machten wir Münchner Blogger auf den Tweetwalk aufmerksam.
  • Wir schrieben andere Kulturinsititutionen an und machten eine Teilhabe schmackhaft, denn tatsächlich bietet sich der Englische Landschaftsgarten ganz hervorragend für Kunstmuseen an. Denn dieser war von Barockmalern inspiriert und die hängen in der Alten Pinakothek, im Lenbachhaus und im Städelmuseum und anderswo.
  • Wir und die Kulturkonsorten, die ihr Netzwerk aktivierten, trommelten eifrig im Netz und zwar auf allen Kanälen, die uns zur Verfügung standen: Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Vine, google+.
Vorbereitungen zum Tweetwalk.

Vorbereitungen zum Tweetwalk.

Herr Schreiber, Präsident der Schlösserverwaltung, wird in Twitter eingewiesen.

Herr Schreiber, Präsident der Schlösserverwaltung, wird in Twitter eingewiesen.

An der Badenburg weist Herr Schreiber den SZ Reporter Tom Soyer ein - schnell gelernt!

An der Badenburg weist Herr Schreiber den SZ Reporter Tom Soyer ein – schnell gelernt!

So sorgten wir für ein unglaubliches Anheizen des Events. Es entstanden im Vorfeld zahlreiche Blogposts, die das Augenmerk immer wieder auf den 19.4.15 lenkten. Der Tweetwalk animierte die Kulturfritzen dazu, zur selben Zeit in Berlin mit zu lustwandeln. Sie kündigten das am 12.4. offiziell im Blog an und warben kräftig dafür. Zudem stiftete @lippunermarc @konfusiane an, in Aachen kurzerhand mitzumachen. Wir konnten @ImpulsRomantik für selbiges in Hessen gewinnen. Ein vorabendlicher Twittertalk zwischen @mikelbower und mir führte zum wunderbaren Lustwandeln in Schwetzingen und @musermeku machte spontan in Bayreuth mit – toll!

Viele schrieben wir an, einige machten mit, was es aber noch nie in dieser Dimension gab war …

… eine Kulturinstitution animiert andere zur Partizipation

Klar, kennt man übergeordnete Formate wie #MuseumWeek oder aktuell #IMT15, die aber von einer Dachorganisation oder aber einer Initiative ausgehen. Was es bisher in Deutschland noch nicht gab, war die Allianz mehrerer Häuser, die den Tweetwalk der Schlösserverwaltung unterstützten und in die Breite trugen. So funktioniert Social Media hervorragend für Kulturinstitutionen, wenn sie sich gegenseitig bei ihren Events unterstützen. Das Ägyptische Museum in München, die Kunsthallen in Karlsruhe sowie Bremen und viele andere mischten mit. Grandios war, dass das @staedelmuseum, die @pinakotheken und das @Lenbachhaus in Nymphenburg zu den Lustwandlern zählten. Ideen wurden ausgeheckt, so trug man es mir zumindest zu … hm … bin darauf gespannt.

Die Kulturkonsorten im Plausch mit dem Lenbachhaus, belauscht von den Pinakotheken :-)

Die Kulturkonsorten im Plausch mit dem Lenbachhaus, belauscht von den Pinakotheken :-)

Vorglühen: Blogposts und Tweets vor dem #Lustwandeln

Sieben Blogposts heizten den Tweetwalk im Vorfeld ein:

Im fünften Storify „#Lustwandeln im Nymphenburger Schlosspark – ein Tweetwalk als Frühlingserwachen – Lustwandeln im Vorfeld“ könnt Ihr sehen, wer alles schon im Vorfeld mitmachte. Ich habe darin die Tweets vom 8.-18.4.15 festgehalten. Dieses Vorbrennen hat mich umgehauen, auch gerade jetzt in der Nachlese. Das Anheizen des Tweetwalks ist fühlbar, die Vorfreude im Netzt wuchs kontinuierlich: Lust aufs Lustwandeln steigerte sich von Tag zu Tag – klasse!

#Lustwandeln brennt auf dem stARTcamp München nach

Auf dem stARTcamp München (#scmuc15) am 25.4.15 stellte ich in einer Session das Projektmanagement der App „Schlosspark Nymphenburg vor. Dieses Mal konnte ich also ausführlich auf die Marketing-Maßnahmen zur Bewerbung der App eingehen. #Lustwandeln war ein Thema. Es war sogar schon Thema, bevor ich überhaupt mit meinen Ausführungen startete. Warum? Ich fragte zu Beginn ab, was von mir erwartet wird. Zwei antworteten, dass am Sonntag ihre Timeline auf Twitter vom #Lustwandeln beherrscht war. Sie wollten jetzt einfach erfahren, was das war und warum es so stattfand, wie es stattfand.

In einer Kaffee-Pause traf ich @PyriteSoulfox wieder und darf sie nun zitieren, warum sie am Tweetwalk in Nymphenburg teilnahm:

„Teilgenommen habe ich, weil ich den Nymphenburger Park und das Schloss sehr gerne mag und auch relativ gut kenne, und mich daher sehr gefreut habe über Einblicke, die man als „normaler“ Parkbesucher nicht bekommt. Der Tweetwalk war ein tolle Gelegenheit, Bekanntes nochmal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen.“

Pan und Blog Bohème - was kommt da noch heraus?

Pan und Blog Bohème – was kommt da noch heraus?

Hat sich der Tweetwalk #Lustwandeln gelohnt?

Muss ich das tatsächlich noch beantworten? #Lustwandeln hat ein gigantisches Rauschen im Netz erzeugt. Ein Rauschen, dass am 23.3.15 begann, sich zunehmend beschleunigte je näher der 19.4.15 rückte, an dem es dann explodierte und #Lustwandeln phasenweise Platz zwei der Trending Topic auf Twitter einnahm. Das Rauschen setzte sich fort, verlagerte sich auf die Blogger, ist aber noch immer virulent und wird wohl immer wieder erwähnt werden. Ein Tweetup oder Tweetwalk ist also nicht isoliert zu betrachten. Das Gesamtpaket zählt, d.h. Vorglühen, Echtzeitkommunikation, Nachbrennen. Gerade im Nachbrennen werden der Tweetwalk, die Eindrücke und Emotionen reflektiert. Lese ich die Posts, dann möchte ich erneut und zwar subito lustwandeln. Was die kognitive Ressource von Twitter für Museen sein kann, analysierte zutreffend @cogries – klare Leseempfehlung und gilt nach wie vor!

Was gilt es bei der Konzeption eines Tweetwalks sonst noch zu beachten?

Die Führung eines Tweetwalks ist speziell. Der ungeübte Fachmann mag zuerst irritiert sein, ob der vielen gesenkten Köpfe, dem Getippe aufs Smartphone wegen – liest er in der Nachlese die Tweets, dann wird er überrascht sein, wie aufmerksam ihm zugehört wurde, was zwischen den Zeilen mitgeteilt wird. Erfreut nimmt er die herrlichen visuellen Impressionen aus dem Park wahr.

Was haben wir getan für die Führung?

Einiges. Dazu zählte auch ein Probegang durch den Park, denn für uns war klar, dass wir uns die Bälle während der Führung zuspielen werden. Die Führung sollte dialogisch und offen für die Gruppe sein. Der Gartenfachmann ging auf die Gestaltungsprinzipien des Gartens ein, während ich Hintergrundwissen zum Entstehungsprozess der Nymphenburg App lieferte. Tatsächlich boten wir das an, was gewünscht wurde, forderten zum Nachdenken und zum Sehen auf, begleiteten die Reflexion. Zudem bereiteten wir Tweets zur Vertiefung vor, die geplant veröffentlicht wurden, setzten die Extra-Website zur App online und streuten immer wieder Infos zu dieser ein, so dass der Appetit auf die Nymphenburg App, auf die Museen und Parkburgen geschürrt wurde. Wir erarbeiteten im Vorfeld des Tweetwalks eine Strategie. Diese war dynamisch, d.h. wir passten sie auf die Bedürfnisse der Lustwandler an. Somit sorgten wir für ein großes Angebotsspektrum. Die Lustwandler hatten die Wahl, was sie wann wahrnehmen wollten, auch in der Zeit danach.

Nach dem 2,5 stündigen Tweetwalk kamen Stimmen im Netz auf, die eine Wiederholung forderten. Über Tweetwalks als analog-digitale Kulturvermittlungsformate ist nachzudenken. Sie müssen ja nicht immer so umfänglich stattfinden, wie es beim #Lustwandeln geschah.

Der Tag ist für mich untrennbar verbunden mit: Nachhaltigkeit, supersympathischen Menschen, die keine „Nerds“ sind, wunderbare Impressionen und Stimmungen im Garten, begeisterte Partizipation, Solidarität und Lust anderer Institutionen zu unterstützen, spontane Empathie im Netz, wunderbar diverse Wahrnehmungen, prägnante, emotionalisierte und witzige Tweets sowie Reflexion über dieses Vermittlungsformat.

Ein Ghettoblaster bringt Urtöne Friedrich Ludwig  von Sckells, belauscht von den Lustwandlern, belauert vom SZ-Fotografen.

Ein Ghettoblaster bringt Urtöne Friedrich Ludwig von Sckells, belauscht von den Lustwandlern, belauert vom SZ-Fotografen.

Christian Gries gibt dem jüngsten Lustwandler Hilfestellung für DEN Shot!

Christian Gries gibt dem jüngsten Lustwandler Hilfestellung für DEN Shot!

Unser Gartenfachmann führt zum ersten Landschaftsgemälde im Park, zur Sichtachse der Amalienburg, #NymApp

Unser Gartenfachmann führt zum ersten Landschaftsgemälde im Park, zur Sichtachse der Amalienburg, #NymApp

Am Dörfchen grätsche ich hinein - und sie schauen doch, die Lustwandler!

Am Dörfchen grätsche ich hinein – und sie schauen doch, die Lustwandler!

Dieser Mammut-Post ist meine letzte Aktion für die Schlösserverwaltung. Ein Fachartikel zum Projektmanagement der #NymApp erscheint noch. Ab Juni orientiere ich mich dann neu. Es gibt da einige Ideen und Projekte für mein Blog. Im Herbst warte ich dann mit einer kleinen Überraschung auf.

Liebe Sophie Aniszewski, vielen Dank für die wunderbaren Fotos!

So, jetzt bist du dran: Was sagst du zum Tweetwalk #Lustwandeln? Hast du Lust im Nymphenburger Schlosspark zu lustwandeln ggfs. mit der Nymphenburg App? Würdest du diese analog-digitale Führung wahrnehmen wollen?

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21 Kommentare

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  9. Liebe Tanja,
    danke für die schöne Nachbereitung des Lustwandelns. Die werde ich mir aufheben, wenn mal wieder jemand fragt, was man mit Twitter eigentlich erreichen kann und ob sich da wirklich jemand dafür interessiert. Aber du hast auch sehr gut deutlich gemacht, dass hinter so einer Aktion auch jede Menge Vorbereitungszeit steckt und dass man diese riesige Aufmerksamkeit nicht eben so nebenbei erzeugt.
    Herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen Aktion!

    Viele Grüße und auch viel Erfolg weiterhin!
    Marlene

    • Tanja Praske

      Liebe Marlene,

      endlich komme ich dazu, dir zu antworten. Bei uns zu Hause ist gerade eine Großbaustelle ausgebrochen, die mich noch die nächsten zwei Wochen in ihren Fängen hat *seufz*

      Ich drücke dir die Daumen, dass dieser Artikel dir hilft. Ja. Es war eine mordsmäßige Vorbereitung, aber sie hat sich mehr als gelohnt. #Lustwandeln, so scheint es mir, ist schon fast zum geflügelten Wort geworden. @mikelbower macht daraus #lustparken und wird dazu wohl häufiger noch schreiben – freue mich darauf. Freue mich vor allem aber darüber, dass das #Lustwandeln so viele zum Mitmachen motivierten. Und ja, die Downloadzahlen der Nymphenburg-App lassen sich sehen – #Lustwandeln sei Dank!

      Wünsche dir ein schönes Wochenende!

      Herzlich,
      Tanja

  10. Liebe Tanja,

    ich habe das Lustwandeln als Best Practice mit meinen Studis besprochen. Ich konnte ihnen an eurem Beispiel zeigen, wie wichtig das Vernetzen ist. Und wie man im digitalen Raum mit ganz vielen Perspektiven ein Thema sehr dicht und umfassend vermitteln kann. Das haben sie verstanden :-)

    Es ist immer wieder klasse, wie man durch solche Aktionen eingeladen wird und Impulse kriegt, sich kreativ zu betätigen.

    Eine kleine Nebenbemerkung: ich finde den Begriff Kunstvermitglung schon auch wichtig in der Spezifizierung. Denn ich bin der Meinung, dass die Kunst eigene Methoden und didaktische Überlegungen braucht. So wie Musik und Architektur und so weiter. Kulturvermittlung ist für mich etwas weiter und allgemeiner.

    Aber um noch mal aufs Lustwandrln zu kommen, ich will das unbedingt sehr bald in Nymphenburg tun. Schon allein, um das mit Augustusburg zu vergleichen.

    Herzliche Grüße
    Anke

    • Tanja Praske

      Liebe Anke,

      ja, vielen Dank für deine Tweets zur Augustusburg, denn auch du hast zum Gelingen der Aktion beigetragen und das hat mich sehr gefreut!

      Ich denke bezüglich der Begrifflichkeit: Kultur- vs. Kunstvermittlung sind Schärfungen vorzunehmen, die jetzt hier den Rahmen sprengen. Lustwandeln war für mich ein Format der digital-analogen Kulturvermittlung, es ging um das Gesamtkunstwerk Nymphenburger Schlosspark, das aber auf eine Meta-Ebene gehoben wurde. Einerseits aufgrund des dahinterliegenden Gedankenguts, der Geschichte; andererseits aufgrund der abstrahierten Übertragung auf andere Gärten und Orte.

      Bitte melden, wenn du kommst!

      Herzlich,
      Tanja

      • Liebe Tanja,

        am liebsten Morgen :-)
        ich müsste auch dringend mal raus hier. Aber wird wohl noch dauern. Aber im August fahren wir wieder in unser Domizil in der Schweiz. Da werde ich mal sehen, dass wir über München fahren.
        Vielleicht geht da auch schon früher was. Ich sag dir auf jeden Fall rechtzeitig Bescheid.

        Liebe Grüße
        Anke

  11. Toller Artikel! Danke dafür. Bin gespannt, ob es wiederholungen gibt. Zwei Anmerkungen hätte ich noch. Im Text sprichst Du von @strandblog. Mein Twitteraccount unter dem ich lustwandelte, war jedoch @alltagdigital. Mein Post zum Tweetwalk erschien zwar auf stadtrandblog.de. Mit einem Twitteraccount @strandblog hab ich jedoch nix zu tun :)
    Lustwandelnde Grüße

    Peter

    • Tanja Praske

      Lieber Peter,

      ja, du hast Recht – habe jetzt alles überarbeitet. Twittername ist Twittername, Blogpost gleich Blogpost.
      Immerhin konnte ich dich darüber verleiten, bei mir zu kommentieren – prima! Nun, im Haus kam der Tweetwalk sehr gut an. Sicherlich gäbe es Veranstaltungen, da böte sich eine abgewandeltes Tweetup-Format an. Mal schaun‘, was da noch passiert.

      Auf jeden Fall nochmals ein herzliches Dankeschön für deine Teilnahme und deinen wunderbaren Artikel – allein schon der Titel „Magical Tour …“ gefällt mir außerordentlich gut, denn traf er das, was da am 19.4. im Park geschah!

      Schönen Tag!
      Tanja

  12. Liebe Tanja,

    sehr schön, dass Du das ganze Making of und Behind the Scenes umfäglich beschreibst. Daran kann man mal schön sehen, dass eine gute Vor- und Nachbereitung sehr wichtig sind, wenn’s Sinn machen soll. Und dass das einiges an Zeitaufwand und Mühe kostet und dass es natürlich nichts bringt, wenn man sowas mal eben läppsch aus dem Ärmel schüttelt. Denn es ist ja wie immer und überall, wenn eine Sache gut läuft, dann stecken viel Arbeit, Vorbereitung und Organisation drin. :)

    • Tanja Praske

      Liebe Ute,

      da sagst du Wahres als absoluter Profi! Ich drücke dir und den Herbergsmuetter für den Tweetup am 17.5. zum #IMT15 fest die Daumen, auf das ihr ganz viele Helden und Heldinnen findet – Folgt #udojagd am 17.5. – Warum, das erfahrt ihr hier: http://herbergsmuetter.de/helden-sollt-ihr-sein/

      Herzlich,
      Tanja

  13. Liebe Tanja !

    Danke für die tolle Zusammenfassung ! Du hast mit diesem Beitrag auch gekonnt gezeigt, welchen Sinn und welche gewaltige Wirkung Tweetups & Tweetwalks haben können. Sie waren aber auch perfekt geplant und vorbereitet. Manche Tweetwalks oder Instawalks bekommt man irgendwie nur am Rande mit, was wirklich schade ist.

    Freuen uns auf deine kommenden Projekte !

    Viele liebe Grüße
    Alexandra

    • Tanja Praske

      Liebe Alexandra,

      dein kunsthistorischer Post zu den Englischen Landschaftsgärten war absolut formidable – ein ganz hervorragender Anheizer für den Tweetwalk. Wurde denn gut auf ihn zugegriffen?

      Auf jeden Fall freue ich mich auf unser weiteres Ping Pong im Netz. Zu #KuGeMethode möchte ich auch noch beitragen, vermutlich nicht mit meinem Blog, da das Thema nicht ganz hierher passt. Aktuell habe ich gerade einen Umbau bei uns zu stemmen. In vier Wochen kann ich wieder durchatmen, dann kommt wieder mehr von mir!

      Herzlich,
      Tanja

  14. Liebe Tanja!

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser wunderbaren Aktion! Das war wirklich mal digitales.weiterdenken. Einfach vorbildlich! Ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg noch viel Erfolg und freue mich schon auf den nächsten Blogpost!

    LG, Katharina

    • Tanja Praske

      Liebe Katharina,

      merci für deine Glückwünsche, vor allem aber ein dickes Merci für deine Mitarbeit am Tweetwalk. Ich trage das oben noch ein, denn du hast mich prima in der Vorbereitung des #Lustwandelns unterstützt – das war sehr wertvoll für mich!

      Und die Schokolade aus Graz war sowas von grandios. Ich muss da mal unbedingt hin, vorher gehe ich aber besser noch ein paar mal ins Fitnessstudio!

      Alles Gute und wir sehen uns wohl im Herbst, spätestens :-)

      Herzlich,
      Tanja