Themen-Tage für das Blog – macht das Sinn?

Warum führe ich jetzt Themen-Tage für das Blog ein? Macht das überhaupt Sinn? Gute Frage – für mich ja! Gerade die heiße Diskussion im letzten Post (Content-Marketing), ob Wissenschaftler bloggen sollten, führte es mir wieder vor Augen, dass ich etwas bei mir im Blog ändern muss! Warum? Ganz einfach – ich verhandle hier zwei Themen, die verschiedene Lesergruppen ansprechen. Na und? Ist doch nicht schlimm. Doch! Schreibe ich für die einen, wenden sich die anderen gelangweilt ab. Also, was tun?

Thementage im Blog

Wie geht das – zwei Themen im Blog? Themen-Tage müssen her: montags für Social Media, freitags für Geschichten


Themen-Tage müssen her

Da ich zurzeit keine zwei Blogs führen kann, die bei meinen Themen gefordert wären, um die Leser zu halten oder auszubauen (= um dich zu fesseln), werde ich an bestimmten Tagen zu bestimmten Themen bloggen. Mama mia, was für ein Bandwurmsatz?! Muss aber mal sein. Wann blogge ich zu was?

Fortan werde ich:

  • montags zu Social Media, Wissenschaft, Blogging- sowie Schreibtipps, digitale Kulturvermittlung bloggen #Ratgeber
  • freitags zu Kunst erleben, Impressionen, Tipps und Geschichten #Passion

Das heißt jetzt keinesfalls, dass ich jeden Montag und jeden Freitag blogge, wobei ich das sehr gerne täte, sondern du schaust bei mir entsprechend deiner Interessen nach. Anders gesagt, der Montag ist für Kulturschaffende, die via Social Media die Kultur voranbringen wollen, reserviert, und der Freitag für Kulturinteressierte, die einfach nur Geschichten über und zu Kultur lesen möchte. Wenn du beides magst, freue ich mich natürlich.

Schlüsselerlebnis „Bodenfelde lässt es krachen“

Tatsächlich werden meine Posts über „Kunst erleben„, „Impressionen“, „Kinder“ nicht so viel gelesen, wie jene über Social Media, Bloggen und Co. Wäre ich jetzt berechnend und schielte nur auf die Zugriffszahlen der Artikel, müsste ich mein zweites Thema kicken. Das will ich nicht. Über Kunst und Kultur zu schreiben, ist mir ein Bedürfnis. Gerne schwelge ich schon mal in Erinnerungen (Museumsdepot, Reisesouvenirs). Dazu zählt mein Schüttenhoff-Artikel – ein absolut tolles Fest! Der Zugriff plätscherte anfänglich dahin, bis ich ihn auf der Facebook-Seite des Schüttenhoffs postete. Dann ging die Post ab – krass und schön! Hier hätte ich mit „Kunst erleben“ oder „Impressionen“ nachlegen müssen, um Leser zu halten. Das tat ich nicht, weil mich andere Themen vereinnahmten. Ich schreibe nun mal über das, was mich bewegt.

Neue Ideen für das Blog

Die Zugriffszahlen am Freitag sind nicht berauschend. Selbst wenn ich mal einen Social Media Artikel veröffentliche #zeigtdieErfahrung. Für das Residenzblog entschieden wir uns bewusst für den Freitag, um online unsere Geschichten zu erzählen – Wochenendlektüre jenseits des Arbeitsalltags – die Rechnung ging auf. Meine Kunsterlebnisse sind ähnlich geartet, sie wollen unterhalten, vielleicht mal zum Nachdenken oder zum Ausstellungsbesuch animieren. Angeregt von meinem Prof möchte ich bald mit einer neuen Serie am Freitag starten, lasst euch überraschen. Vorerst aber muss ich noch die letzten beiden Fazits von #KultTipp schalten #icharbeitedaran #versprochen.

Themen-Tage im Blog - Ist das jetzt DIE Erleuchtung?

Themen-Tage im Blog – Ist das jetzt DIE Erleuchtung?

Montag ist Social Media oder Ratgeber-Tag

Warum das? Weil ich auch gerne über Social Media und digitale Kulturvermittlung schreibe. Weil ich gerne meine Doktorats-Erlebnisse an andere Doktoranden weitergeben möchte. Vielleicht helfen sie dir. Anscheinend ist gerade Prüfungszeit: Auf „Disputatio – ein Erfahrungsbericht: Vortrag und Ablauf“ (August 2013) wird aktuell heftig zugegriffen. Mein Beitrag zu #cmcb15 und #wbhyp läuft extrem gut, vor allem gefällt mir die Diskussion. Warum ich schon eher hätte bloggen sollen, schrieb ich bereits 2013 in „Kosmos: Texten“ – dazu stehe ich nach wie vor. Genau diese Kategorien möchte ich ausbauen. Stoff dazu gibt es genügend. Bald kommt meine erste Buchrezension und meinen Online-Blogging-Kurs bei Blog Camp setze ich fort #Themensindgesichert.

Spagat zwischen zwei Themen – Verlässlichkeit

Verlässlichkeit ist das Stichwort für die Änderung, die zwar nicht in Stein gemeißelt ist, aber doch eine Orientierung für dich bieten soll. Du weißt jetzt, wann dich was bei mir erwartet. Es liest sich vielleicht ein bisschen dramatisch „Spagat“, tatsächlich gehört beides zum selben Thema: Kunst und Kultur sollen Lust auf mehr Kunst und Kultur machen. Also, passt es, oder? Ich bin nicht die einzige Bloggerin, die Themen-Tage eingeführt hat. Tanja Neumann gibt sonntags ihren Lektüre-Tipp ab. Reisen-Fotografie hat gar für jeden Tag ein bestimmtes Thema festgelegt. Ich versuche es jetzt so.

Ach ja, meine Gastblogger sind davon ausgenommen. Sie publizieren bei mir dann, wenn sie es möchten. Ich habe sie sehr gerne bei mir und freue mich auf viele spannende Artikel von ihnen.

Was hälst du von Themen-Tage im Blog? Liest du Blogger, die das machen? Wer sind diese? Oder bloggst du auch zu bestimmten Themen an bestimmten Tagen? Wie sind deine Erfahrungen damit?


Nachtrag – Kommentare auf Twitter zu #Thementage:




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25 Kommentare

  1. Caroline Gabbert

    Liebe Tanja, die Vorgehensweise, die Du beschreibst, ist sehr systematisiert. Sie hilft Dir als Autor. Dem Leser hilft sie auch, aaaber – und hier schließe ich mich den VorkommentarorInnen an- ich würde nicht Freitags/Montags gezielt wegen eines Themenschwerpunkts bei Dir vorbeikommen und lesen. Ich würde aber sehr wohl den Hashtag #Passion (oder so ähnlich) in der Überschrift des Artikels begrüßen und den Artikel dann überspringen (nur zum Beispiel). Also: deutliche Verschlagwortung schon im Titel als Service an den Leser. Das kenne ich so schon von anderen Bloggern mit hoher Frequenz und Reichweite (in bestimmten Mütterblogs) und finde es gut.

    • Tanja Praske

      Liebe Caroline,

      hm … da gibst du mir etwas zum Nachdenken mit – Verschlagwortung im Titel. Nun, Mummy-Bloggers spielen tatsächlich in einer ganz anderen Liga. Mir ist das bislang noch nicht aufgefallen (habe wohl andere gelesen). Für meine Themen finde ich das schwierig. Was hilfreich sein könnte, wäre die Kategorie direkt unter dem Titel anzugeben, wie es andere Blogger auch machen. Den Gedankengang verwerfe ich keineswegs, ich überlege noch. Ich überlege auch, mein Theme zu wechseln in Richtung Magazin-Foramt, das nach Kategorien gewichtet.

      Erst einmal vielen Dank! Übrigens im nachfolgenden Post, benutze ich schon die Verschlagwortung #KultTipp :-)

      Herzlich,
      Tanja

      • Caroline Gabbert

        Ich dachte an Hashtags wie #WmDedgT, #FreitagsFüller oder MamaMiez’ens #Jffm (heißt seit 2015 anders). Blogprinzessin publiziert montags immer ein Interview zum Thema „erfolgreich bloggen“. Ein Hashtag ist kein Schlagwort oder Thema und auch kein Blogstöckchen, aber das, was Du vorhast (zumindest so systematisch wie Du es schilderst) kommt es dem schon nahe. Ein schönes Wochenende :)

        • Tanja Praske

          Liebe Caroline,

          ja, du hast Recht! Wie schlau oder nicht es ist, mich auf einzelne Tage festzulegen, weiß ich selber noch nicht. Bei mir hat das ganz praktische Gründe, montags und freitags bin ich zu Hause, kann also schreiben und mich um die Verteilung kümmern. Tatsächlich sollte natürlich ein Blogpost rund sein, d.h. statt Montag kann er auch am Dienstag herauskommen. In der Tat versuche ich mich weiter zu strukturieren.

          Deine Punkte vermittelten mir die Idee zu einem neuen Blogpost, der wird um Hashtags gehen. Etwas, was wir Kulturblogger doch noch selten nutzen. Bald mehr davon. Vorab muss ich noch #KultTipp 7 schreiben, damit die fantastischee Blogparade endlich abgeschlossen wird.

          Dir noch ein herzliches Dankeschön für deine Rückmeldung und vor allem für deine Inspiration!

          Herzlich,
          Tanja

  2. Liebe Tanja,

    bei unserer gestrigen Twitterei habe ich Dir geschrieben, wie lustig ich es fand, diesen Artikel bei Dir genau einen Tag vor dem Start des ersten Thementages auf meinem Blog zu finden. Der ist nun online und heißt #DesignDienstag – es geht darum, inwiefern das Thema Design Kinder und Jugendliche etwas angeht.

    Warum ein Thementag?

    Zum einen wollte ich das kleine Projekt durch die spezielle Kennzeichnung aus dem Blog-Alltag herausheben. Das ist etwas, was auf Deine Pläne nicht zutrifft, denn Du willst ja Deinen „Blog-Alltag“ unter die Thementage subsumieren.

    Zum anderen geht es natürlich um die Leser – darum, ihnen das Finden der für sie interessanten Artikel leichter zu machen. Wenn ich Deinen Blog lese, wird es sicherlich so bleiben, dass ich eher auf den Twitter- oder Facebook-Input als auf Wochentage reagiere, aber dennoch entsteht durch die Aufteilung auf Tage bei Dir sicherlich eine für manche angenehme Übersichtlichkeit.

    Außerdem finde ich einen Thementag (oder Thementage) auch für den Blogger angenehm – das strukturiert das Schreiben.

    Soviel einmal dazu.

    Ich meine nicht, dass Du aus Deinem Blog zwei machen solltest. Letztlich steht Kultur doch immer hinter beiden inhaltlichen Schwerpunkten Deines Blogs, und diese spezielle Verklammerung stellt auch ein bisschen Deine persönliche Signatur dar – so jedenfalls mein Eindruck.

    Und noch etwas: Du deutest an, dass die Kunstinteressierten vielleicht nicht so intensiv im Netz unterwegs sind wie manche andere Gruppen. Das ist eine Frage, über die ich ziemlich viel nachdenke. Im Augenblick ist es sicher so, aber vielleicht ändert sich da auch langsam etwas, nicht zuletzt dank der Online-Aktivitäten vieler Museen?

    Wir bleiben dran!
    Herzliche Grüße,
    Maria

    • Tanja Praske

      Liebe Maria Bettina,

      war schon echt witzig auf Twitter und Merci, dass du uns hier alle darüber informierst. Ich bin sehr gespannt von deinem Experiment und den Erfahrungen, die du damit machst. Die Idee #DesignDienstag ist cool, passend mit dem Hashtag. Wirst du diesen für Twitter benutzen?

      Ja, ich belasse es vorerst bei einem Blog. Denn meine Ursprungsidee war, eine Plattform für Kulturinstitutionen und Kulturinteressierten zu werden. Dass Kulturinteressierte sich ruhig in die Diskussion einschalten, was Museen für sie tun können. Mal schaun‘, ob und wie ich das ausbauen werde.

      Ihr alle habt mich daran erinnert und bestärkt, daran wieder zu arbeiten. Die verschiedenen Themen habe ich vielleicht zu verschieden behandelt, statt das verbindende Element herauszustreichen. Aber ja, das Blog erhält so eine klarere Struktur. Und wie gesagt, es soll und wird sich weiterentwickeln mit eurer Hilfe und die ist enorm!

      So macht bloggen Spaß!

      Herzlich,
      Tanja

      Hier noch für alle der Link zum #DesignDienstag: http://kindamtellerrand.de/design-dienstag/ – klasse Idee!

  3. Ich finds gut, habe aber selber noch keine Erfahrungen damit gemacht. Am besten finde ich Deinen Satz: Über Kunst und Kultur zu schreiben, ist mir ein Bedürfnis. Also nicht immer nach Zielgruppe und Reichweite schielen, sondern das zu machen was einem Spaß macht und dann darüber zu schreiben. Reichweite ist nicht alles, Spaß schon! Liebe Grüße aus Wien, Gudrun

    • Tanja Praske

      Liebe Gudrun,

      yes – danke! Spaß haben ist die eine Sache, lernen ist die andere – und wenn ich beides kombinieren kann, ist es für mich Full House.

      Wenn ich dann aber noch die Laien mit den Kulturschaffenden, mit den Kulturinstitutionen verbinden und dialogisch näher bringen kann, habe ich meine Zielsetzung erreicht. Genau deshalb gibt es (noch) das eine Blog bei mir.

      Vielen Dank für deine Ermunterung!

      Herzlich,
      Tanja

  4. Liebe Tanja !

    Wir haben keine Thementage, versuchen aber dennoch einen gewissen roten Faden einzuhalten. Allerdings standen wir selbst vor der Überlegung, ob wir nun das Kunstrecht in unseren Blog aufnehmen sollten oder nicht. Wir haben uns für einen zweiten Blog entschieden, weil vom Aufbau her es doch einiges zum Kunstrecht zu sagen gibt, dass zur Struktur von Arcadia nicht passen würde. Darum kann ich mich der Meinung von Eddy nur anschließen.

    Ich kenne auch bei einigen anderen Blogs solche Thementage und erwische mich selbst immer wieder dabei, dass ich dann am Sonntag schaue, ob etwas gebloggt wurde.

    Ich würde wohl abwarten, wie sich das entwickelt, einen zweiten Blog kannst du ja schnell auf die Beine stellen und dann hast du dann auch schon einige Artikel.

    Liebe Grüße

    Alex

    • Tanja Praske

      Liebe Alexandra,

      Wo finde ich denn euren zweiten Blog zum Kunstrecht? Das ist ein wichtiges Thema und von euch richtig, es nicht mit arcadiaegoat zu vermischen. Ich gehe auch so vor wie du, d.h. ich schaue bei „meinen“ Blogs nach bzw. bekomme wie bei Anke und Michel die Posts via Twitter und co mit oder wenn ich es mal schaffe via feedly.

      Dennoch denke ich, dass es eine Orientierung geben mag, wenn es heißt, o.k. bei Tanja ist entweder dann oder dann etwas los. Und wer auf jeden Fall alles mitbekommen möchte, der abonniert kurzerhand meinen Newsletter.

      Ich experimentiere und schaue, was geht. Mit deinem letzten Punkt hast du natürlich Recht, wenn es irgendwann doch nötige wäre, kann ich immer noch zwei Blogs machen. Gleichzeitig verfolge ich eine Grundidee mit den Themen, die ich noch ausführen werden.

      Erst einmal Merci für deine Rückmeldung hier!

      LG,
      Tanja

  5. Liebe Tanja,
    ich schließe mich Michelle an: bei mir ist es wurscht, wann du was postest. Ich reagiere auch meist auf Twitter oder Facebook-Nachrichten. Und außerdem hab ich dich abonniert :-)
    Ich weiß nicht, ob Michelle mich meinte mit den zwei Blogs?! Ich halte mehrere Blogs zumindest nicht für sinnvoll. Überhaupt sehe ich auch eher den Blogger hinter dem Geschreibsel. Ich lese gerne von Menschen, die ich kenne, die mir gut gefallen, deren Schreibe, Sichtweise und Einstellungen ich mag. Da ist mir völlig egal, ob Montag, Freitag oder Sonntag ist.
    Ich hab mir ja im Moment auch den Montag auferlegt … aber eigentlich nur, um mich selber zu zwingen, einen Blogbeitrag pro Woche zu schreiben. Und da ich oft am Wochenende ein bisschen Zeit zum schreiben habe, wird das dann eben am ersten Tag danach gepostet.

    Im Grunde muss jeder für sich einen Rhythmus finden, in dem er bloggt. Und es verstehen, Themen so aufzugreifen, dass sie den Nerv der Leser treffen. Das ist nun mal unserer Community immer wieder das SoMe Thema. Aber ich höre auch von ganz vielen, dass sie gerne was zu Kunst und Kultur lesen. Nur kommentiert das dann keiner, weil die wenigsten sich da auskennen.

    Was ich gut finde, sind übrigens Themenreihen. So wie ich das jetzt mit der Kunst im öffentlichen Raum machen will. Das motiviert vielleicht, dranzubleiben.

    Aber ich bin natürlich super gespannt, wie sich deine Thementage entwickeln. Und lerne ja immer sehr sehr gerne von dir :-)

    Herzliche Grüße von Anke

    • Tanja Praske

      Liebe Anke,

      Themenreihen gefallen mir auch und ich werde mir deine noch genauer anschauen. Was die Kommentarbereitschaft angeht, liegt es auch an uns Kulturbloggern mit gutem Beispiel voranzugehen und die Angst vor dem Kommentieren zu nehmen.

      Wenn ich mir eine „Gemischtwarenläden“ so anschaue, wie Astrid ihren Blog nannte, dann gefällt mir dort der Dialog. Der Dialog passiert immer dort, wo berührt und emotionalisiert wird. Daran können und müssen wir arbeiten. Aber vielleicht müssen wir uns auch aus unserer Filterblase lösen und woanders hinschauen, woanders kommentieren und einen Dialog eingehen. Deshalb machen mir diese Social Media Themen mitunter Spaß, da ich damit eine größere Leserschaft aus ganz verschiedenen Bereichen anspreche. Jetzt müsste ich das nur kontinuierlich ausbauen.

      Was hinsichtlich Vernetzung prima ist, dass sind zum einen die Ironblogger München und neuerdings der #bloggerStammtisch München @bloggermuc. Mal schaun‘, ob wir wirklich den Vernetzungsgedanken leben.

      Ja, jeder sollte dann schreiben, wenn es ihm liegt, wenn er kein Corporate Blogger ist. Verkehrt kann es aber nicht sein, sich auf bestimmte Tage für bestimmte Themen festzulegen. Ich bin gespannt, wie ich das durchhalten werde und vor allem, wie es angenommen wird. Ich kann am Wochenende kaum schreiben wegen der Familie, deshalb kommt für mich der Freitag infrage, da ich auch daheim bin, ebenso wie der Montag. So fühlt sich keiner in der Familie von meiner Extra-Arbeit gestört.

      Danke für die Diskussion, Anke!

      Herzlich,
      Tanja

  6. Liebe Tanja,
    ich bin gespannt wie sich deine Zahlen entwickeln, wenn du erstmal deine neue Strategie umsetzt. Ich persönlich muss sagen, dass ich deine Artikel eher über deinen FB oder Twitterkanel mitbekomme und nicht der Typ bin, der an bestimmten Tagen bestimmte Blogs „abklappert“. Dafür lese ich einfach zu viele. Ich werde einfach weiter die Artikel lesen, die mir thematisch interessant erscheinen ;-)
    Prinzipiell finde ich mehrere Blogs bei verschiedenen Themen gut, so wie Anke das zum Beispiel mittlerweile macht. Macht es mir als Leser, der gerne Blogs abonniert, einfach genau das zubekommen was ich möchte.
    Mir persönlich wären zwei allerdings auch zuviel. Ich finde es aber auch nicht schlimm, dass du einen sehr vielfältigen Blog hast, letztendlich schreibst du für mich über Kunst und Kultur.
    Lieben Gruß
    Michelle

    • Tanja Praske

      Liebe Michelle,

      ja, du sprichst hier einen sehr wichtigen Aspekt an, nämlich den, wie der Leser auf das Blog, auf bestimmte Artikel kommt. Ich halte es zum Teil wie du, d.h. via Twitter, Facebook und google+ bekomme ich schon eher Blogposts mit als durch „abklappern“. Hinzukommt noch mein Feedly, leider noch zu selten #Zeit.

      Nur wir beide sind viel im Netz unterwegs, kommunizieren und diskutieren dort recht viel. Ist das aber Usus bei meiner zweiten Zielgruppe, den Kunstinteressierten? Auch den Zufallslesern. Mein Spezi, der mir das Blog aufsetzte, sagte, wozu Artikel via E-Mail abonnieren, wenn es den RSS-Feed gibt? Ich benutze die E-Mail-Benachrichtigung, wenn ich über Kommentare informiert werden möchte #oldschool. Warum bieten immer noch so viele Blogs die Möglichkeit, die Artikel via E-Mail zu abonnieren? Ist das nur ein Spleen ohne Sinn und Verstand? Ich weiß es nicht. Mich nervt es von E-Mails bombadiert zu werden.

      Mir gefällt der Gedanke, dass meine Leser sich darauf einstellen können, Achtung, bei Tanja passiert am Montag und/oder am Dienstag etwas. Da ich auch nicht immer alles mitbekomme, habe ich meinen Newsletter als Abomöglichkeit für die Leser eingeführt. Um einen Mehrwert zu schaffen, wird er fortan immer mit Lesetipps aus dem Sektor Kultur und Social Media bereichert. Also, biete ich damit einen weiteren Zugang zur Loyalität der Leser.

      Es freut mich sehr, dass du gerne die Artikel bei mir liest. Dein letzter Artikel über #MuseumSelfies war für mich sehr wichtig. Ich bin gespannt, was passiert, befürchte aber, dass hier ein Umdenken erst sehr langsam erfolgen wird, wenngleich es schon tolle Beispiele gibt. Ich glaube, ich drifte gerad ab …

      Herzlich,
      Tanja

  7. Liebe Tanja,

    wir finden deinen Ansatz gut – aus verschiedenen Gründen und von unterschiedlichen Perspektiven ausgehend!

    Als Social Media-Experten können wir deinen Ansatz nur begrüßen – wie du selbst ja bereits geschrieben hast, erreichst du mit den unterschiedlichen Themen unterschiedliche Leute und vergrößerst damit deine Zielgruppe. Mit den festgelegten Tagen garantierst du zudem sowohl den Lesern als auch dir selbst eine gewisse Übersichtlichkeit.
    Zum anderen sind wir Leser, die sich – wie du selbst auch – für beide Themenbereiche interessieren und so freuen wir uns, dass wir auf deinem Blog Inhalte zu den unterschiedlichen Bereichen bekommen. Wir sind der Meinung, dass die Themen sich auf gar keinen Fall ausschließen, sondern viel mehr bereichern und an manchen Stellen überschneiden und dann wird es richtig spannend.

    Und als Blogger können wir natürlich dein Interesse an verschiedenen Themen zu gut nachvollziehen. Als relative Neulinge genießen wir die thematische Vielfalt und beobachten mit großem Interesse, welche Inhalte von unseren Lesern und Followern auf den unterschiedlichen Kanälen angenommen werden. Montags ist bei uns beispielsweise #museummonday und bietet regelmäßig den Rahmen für entsprechende Blog Posts. Der sonntägliche #streetartsunday ist hingegen vor allem auf Instagram sehr beliebt.

    Wir freuen uns auf die kommenden Mon- und Freitage auf deinem Blog!

    Sarah und Susanna

    • Tanja Praske

      Liebe Sarah und Susanna,

      uff, merci für den Zuspruch! In der Tat steckt hinter KULTUR-MUSEO-TALK eine Grundidee: Kultur voranzutreiben, Diskussionen darüber auszulösen. Habe gerade mal bei euch nachgeschaut – auch ihr strebt die Diskussion zu und über Kunst an #Ilike. Euer Blog gefällt mir übrigens gut!

      Die Idee mit #MuseumMonday-Posts ist gut, hatte ich auch anfänglich durchgeführt hinsichtlich der Museumsblog-Steckbriefe. Gerade über die musste ich nachdenken, wo ich sie platzieren soll #ffriday oder #museumMonday – sie passen zu beiden, da es aber auch um digitale Kulturvermittlung geht und ich damit auf die Museumsblogs die Aufmerksamkeit lenke, passen sie zum Montag – danke für die Erinnerungshilfe.

      Dass ihr als Social Media Experten meine Vorgehensweise unterstützt, freut mich natürlich sehr. Auch mir fällt es schwer, rigoros zwischen den Themen Trennlinien zu ziehen. Was sollte denn dann mit meiner Museumsblogroll passieren? Die Idee hier eine Plattform zu etablieren, reizt mich, macht aber nur Sinn, wenn Mitstreiter gefunden werden.

      Ein ganz fettes und herzliches Dankeschön für euer Feedback!!!

      LG,
      Tanja

      P.S.: Es steht noch etwas aus für euch – das Goddy zur Teilnahme an #KultTipp im Kommentar. Schickt mir doch mal auf Twitter per DM eure Adresse – dann erhaltet ihr es!

  8. Macht es wirklich Sinn, Tage für Themen zu definieren? Ich hab von einem solchen Ansatz bislang noch nie zuvor gehört oder gelesen. Aber ich verspreche: ich werde noch eine Weile darauf herumdenken ;-)

    Spontan würde ich allerdings sagen: trenne die Themen in zwei Blogs. Nur so hast du die Chance, jedem Thema ausreichend viel Raum zu geben. Und damit meine ich nicht nur die Beiträge, die Du schreibst. Sondern auch die Seiten mit Informationen oder die Widgets, die dazu passen.

    Du willst das nicht? Warum? Ist Dir der Aufwand zu hoch? Dann lege aber mindestens unterschiedliche Kategorien an. Und erkläre Deinen Lesern auf der Startseite, was wo zu finden ist – und warum das so ist…

    just my two cent ;-)

    Schöne Grüße,
    Eddy

    • Tanja Praske

      Lieber Eddy,

      ja, aus professioneller Warte macht es Sinn, aus zwei Themen zwei Blogs zu machen. Würde ich auch empfehlen. Da mein Blog „so nebenher“ läuft und für mich eine Spielwiese ist, zu testen, was wie funktioniert, gehe ich vorerst den Weg der Themen-Tage.

      Kategorien habe ich in der rechten Sidebar definiert. Aber es stimmt, ich sollte bei allen Kategorien noch hinterlegen, was konkret den Leser erwartet. Den Punkt mit der Startseite überdenke ich noch. Tatsächlich merke ich, dass aufgrund meiner Themenschwerpunkte das aktuelle Blog-Theme mit seiner chronologischen Struktur an seine Grenzen stößt. Aktuell liebäugele ich mit einer Art Magazin-Theme, hier könnte ich nach Kategorien gewichten und der Leser findet sich gleich zurecht, was ihn interessiert. Ab Juni habe ich wohl mehr Zeit, mir darüber Gedanken zu machen.

      Vorerst ein herzliches Dankeschön für deine professionellen Tipps und Denkanstöße!

      Schneeige Grüße
      Tanja

      • Ich kann Deine Haltung zum Thema absolut nachvollziehen. Und natürlich ist es okay, so zu verfahren, wie Du das planst. Ich selbst habe das auch so ähnlich gemacht. Kurze Geschichte dazu:

        Ich bereibe einen Laufblog (eddysblog.de) und habe dort vor über einem Jahr mal einen einzelnen Beitrag über meine damalige Nasenspraysucht veröffentlicht. Seitdem kamen (durch Google, klar) die meisten Besucher wegen genau dieses Themas in meinen Laufblog.

        Im Ergebnis waren die Besucher dann enttäuscht, weil sie nur den einen Beitrag zur Nasenspraysucht fanden. Alles andere „drum herum“ dreht sich nur um das „Laufen mit Übergewicht“.

        Folge: Ich habe ein Forum für das Thema Nasenspraysucht eingerichtet und den Beitrag mit über 100 Kommentaren dorthin verschoben und in einzelne Kategorien sortiert. Dazu habe ich dann noch viele nützliche Informationen zur Sucht zusammengetragen.

        Ergebnis: die Verweildauer im Blog und im Forum ist signifikant gestiegen. Und die Leser sind wesentlich „interaktiver“.

        Vielleicht ist ja auch für Dich diese Überlegung interessant, um – irgendwann – doch noch die Theman voneinander zu trennen. Aber hey: das ist nur meine subjektive Sicht und ich will Dich zu nichts überreden.

        Die Hauptsache ist, dass es Dir SPASS macht. Alles andere ist Nebensache :-)

        • Tanja Praske

          Lieber Eddy,

          spannend – die Idee mit dem Forum für ein Diskussionsthema! Habe gerade bei dir gelurt. Auf dem Blog fand ich das Forum nicht, also hast du den Post aus deinem Blog ausgelagert, oder?

          Hm … solche Artikel #Thementage sind wichtig, sich von der bisherigen Filterblase zu lösen. Ich bin neugierig und hoffe sehr, dass es hier weitere Anregungen gibt. Ja, so macht bloggen Spaß!

          Merci!
          Tanja

          • Hallo Tanja,

            den Link zum Nasenspraysucht-Forum habe ich im Laufblog im Impressum versteckt. Den Link habe ich diesmal zu meinem Namen gespeichert. Wenn Du also mal schauen willst, klick einfach auf den Eddy :-)

            LG
            Eddy

  9. Das wundert mich schon, dass dein „traffic“ je nach Thema so verschieden ist, denn das kann ich überhaupt nicht beobachten bei meinem „Gemischtwarenladen“. Ich bin immer wieder überrascht, bei was die Zahlen in die Höhe gehen. Und dabei umfasst mein Blog inzwischen ein irres Spektrum, sagen wir mal von politischen Themen über Kultur, Reisen,
    Flower – Friday, Karneval bis zu Selbstgenähtem. Gut, die Nähbloggerinnen haben sich leicht verdünnisiert, dafür bin ich zufriedener mit meinem Tun. Ich poste allerdings täglich ( das kann ich mir als Rentnerin inzwischen leisten ) und da findet jeder mal was nach seinem Gusto. Übrigens führe ich die Reihe über „Great Women“ mit Spaß und Erfolg weiter. Am Donnerstag erscheint mein 11. Post zu Lisa Tezner.
    Ganz besonders liebe Grüße
    Astrid

    • Tanja Praske

      Liebe Astrid,

      „traffic“ hört sich tatsächlich so technokratisch an. Wenn ich meine Bloggeschichte via Statistik widerspiegle, dann rangieren tatsächlich die Posts über Social Media, Bloggen und Co ganz vorne. Ausgenommen davon sind meine zwei Blogparaden, die neben dem provokativen Artikel “ 14 Gründe, warum Museen kein Social Media brauchen“ (der am meisten gelesenste Beitrag) alle anderen hinter sich lassen.

      Ja, du hast eine prima Ausgangslage, wenn du jeden Tag etwas im Blog veröffentlichen kannst. Deine Serie „Great Women“ gefällt mir kollosal. Ich hatte sie auch im Kopf als ich diesen Artikel hier schrieb. Am Ende vergaß ich dann ihn einzutragen. Danke, dass du darauf hinweist und ich freue mich auf den Post zu Lisa Tezner! Die anderen acht werde ich noch nachlesen.

      Spannend ist für mich, dass du den von mir beschriebenen Effekt nicht hast. Liegt es daran, dass du täglich schon seit Jahren bloggst? Ich merke schon, dass sich so langsam meine über 100 Artikel auszahlen. Manches Mal muss ich schon schmunzeln, welche Suchbegriffe auf Posts von mir führen, ich sage nur „Delikatesse Biberschwanz“ :)

      Das wichtigste für mich ist, dass mir das Schreiben Spaß macht und ich über Themen schreibe, die mich bewegen. Wie sich mein Blog weiterentwickelt, wird sich zeigen. Heute war es mir mal wichtig, eine Struktur zu verändern pro Verlässlichkeit. Ob ich dabei bleibe, weiß ich noch nicht.

      Danke für deine Gedanken bei mir!

      Herzlich,
      Tanja

  10. Moin Tanja,

    Danke fürs Verlinken – und dafür, dass Du mich mit der Nase darauf gedrückt hast, dass ich diese Liste mal wieder auf einen aktuellen Stand bringe. Die Aufteilung ja sich doch in den letzten Wochen, seit Jahresbeginn, ein wenig verändert.

    LG Thomas

    • Tanja Praske

      Lieber Thomas,

      merci für deine Rückmeldung hier! Wie ist denn deine Erfahrung mit den „Themen-Tagen“? Warum hast du was abgewandelt? Gab es eine Auswirkung auf die Leserschaft? Das fände ich klasse zu erfahren!

      LG,
      Tanja