16 Fragen zum Bloggen: #Blogstöckchen – This Is How I Work

Auf google+ hat mir @druckstelleblog das #Blogstöckchen zugeworfen. Sie betitelte es als Blog-Polonaise – der Begriff machte mich neugierig. Was sollte das sein? Ich kannte Blogparaden, aber noch kein Blogstöckchen. De facto überreicht ein(e) BloggerIn den Blogstab für ein bestimmtes Thema – hier: „This Is How I Work“ von Isabella Donnerhall. Worum geht es? Sie stellt 16 Fragen zum Bloggen. Das übergeordnete Ziel ist die Vernetzung der Blogs und dabei mache ich sehr gerne mit! Also, here we go:
 
1. Blogger-Typ
Neugierig, experimentierfreudig, spontan und strukturiert; Widersprüche inklusive, da work in progress-Prozess.
 
2. Gerätschaften digital
Es gibt einen sich ergänzenden digitalen Dreiklang: Den Desktop fürs bequeme Recherchieren, das Smartphone fürs Vernetzen, für die gezielte sowie spontane Ideen- und Informationsermittlung und das Netbook fürs bequeme Schreiben auf dem Sofa, der Terrasse, im Zug, im Hotel …
 
3. Gerätschaften analog
Meine Moleskine Schreibkladden zur Ideengewinnung und Strukturierung erster Gedankenfetzen. Dazu kommen noch Bücher zur Vertiefung bzw. Ausdrucke von thematisch relevanten Blogposts (holla, noch ganz klassisch!), oder mal ein Konzertticket als Themenaufhänger. Meine analogen Gerätschaften entwickeln sich stets weiter #Überraschungseffekt.
 
4. Arbeitsweise
Grundsätzlich schreibe ich über das, was mich beschäftigt. Zumeist möchte ich vermitteln und Hilfestellungen zu bestimmten Themen geben. Deshalb sind meine Posts stark verlinkt. Der Leser soll die Wahl haben, wie weit er die von mir angeschnittenen Themen vertiefen möchte. Ich genieße es mit dem Blog zu experimentieren. Mitunter erstaunt mich die Resonanz und die Art des Traffics zum Blog. Wo ist da die vielbeschworene Strategie? Die gibt es, denn …
Lob, Kritik und Austausch motivieren mich. Gehört das jetzt noch zur Arbeitsweise? Hm … für mich ja. Vor allem Diskussionen treiben mich an (im Blog, im Netz oder analog), aber auch der pure Eigennutz mir Gedanken von der Seele zu schreiben – eben Freiheit. Freiheit, die einen Blogartikel während des Schreibens in eine ganz andere Richtung lenkt als vorher gedacht – ein work in progress, angetrieben von unbändiger Wissbegier.
 
5. Welche Tools nutzt du zum Bloggen, zum Recherchieren und zur Bookmark-Verwaltung?
Zum Bloggen nutze ich vornehmlich WordPress. Micro-Blogging via Twitter und google+ schätze ich ebenso. Zum Recherchieren nehme ich google und analoge Medien her. Beim Bookmarking bin ich einfach aufgestellt: google+, Facebook sowie die Favoritenfunktion von Twitter helfen mir. Seit heute nutze ich anlässlich des #Blogstöckchens Feedly. Das stand schon länger auf meiner Agenda, nun habe ich es finalement umgesetzt.
 
6. Wo sammelst du deine Blogideen?
Oha … überall und nirgends. Meine Sammelstelle ist mein Kopf. Hier läuft alles Gesehene, alles Diskutierte, alles Anregende zusammen und formiert sich zu Blogideen. Als Kunsthistorikerin gibt es einen ordentlichen Erfahrungsschatz, der darauf drängt, aktualisiert auf Papier bzw. ins Netz gebracht zu werden. Von daher sammle ich nicht bewusst, sondern es ist in mir oder kommt zu mir. Hochgradig inspirierend ist der direkte Austausch mit Gleichgesinnten auf Tagungen, Barcamps, informellen Treffen, Tweetups und in Ausstellungen. Dann wird es zum Selbstläufer vom Analogen zum Digitalen.
 

 
7. Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Den gibt es nicht wirklich, da ich Gelegenheitsbloggerin bin #Zeitfaktor #Priorisierung. Ich nutze gerne Hootsuite, um zu bestimmten Zeiten automatisiert über meine Blogposts auf Twitter zu informieren bzw. um ein Twitter-Grundrauschen zu erzeugen. Sollte ich mehr bloggen, werde ich sicherlich bei den anderen Blogstöckchen-Teilnehmern spickern.
 
8. Benutzt du eine To-Do-List-App?
Nun als Gelegenheitsbloggerin ist das nicht nötig. Professionalisiert in Gruppen hilft Trello oder Basecamp weiter (sind aber keine Apps, sondern gute Tools fürs Projektmanagement).
 
9. Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Die Espressomaschine und vielleicht noch das Auto. Auf letzteres könnte ich gut verzichten, geht arbeitstechnisch jedoch nicht. Brauche ich Arbeit? Ja. Mehr noch brauche ich meine Lieben, die ich nicht missen möchte – Thema verfehlt, da keine Geräte!
 
10. Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Was für eine Frage puh … Zielt es auf „ich bin die Schnellste, Beste, Stärkste, Cleverste“ oder auf „Ich kann einen Handstand machen und gleichzeitig in die Hände klatschen“ ab? Ganz einfach, ich habe einen Heidenspaß an den Dingen, die ich mache.
 
11. Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Ehrlich gesagt gar nichts. Manchmal begleiten mich Geräusche vom Tatort oder auch von der Sendung mit der Maus. That’s it.
 
12. Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Lerche?
Der hat sich gewandelt. Früher war ich eine absolute Nachteule und nachts äußerst produktiv. In Drucksituationen kann ich so noch immer zeitlich begrenzt sehr produktiv sein. Gleichwohl erledige ich mein Pensum nun tagsüber und manchmal noch am Abend, wenn ich alleine bin #fürdieLiebenmitverantwortlich.
 
13. Eher introvertiert oder extrovertiert?
Wer mich zum ersten Mal trifft, der charakterisiert mich höchstwahrscheinlich als introvertiert. Das hängt damit zusammen, dass ich eine für mich gesunde Distanz zu Fremden und Arbeitssituationen einhalte. Für Freunde gilt das dann nicht mehr – da tanzen dann die Puppen ;-).
 
14. Wer sollte diese Frage auch beantworten?
Da gibt es einige, am besten all jene, die sich angesprochen fühlen, aber besonders die Kultur-Bloggerseelen kulturtussi, tinowa, Jenni Fuchs und culturetogo, der das Blogstöckchen schon „vertwitterte“.
 
15. Der beste Rat, den du je bekommen hast?
Übe dich in Geduld und schlafe noch einmal eine Nacht darüber, bevor du reagierst.
 
16. Noch irgendetwas Wichtiges?
Wo ein Wille ist, da ist ein Weg!
 
Hier noch eine Definition von #Blockstöckchen von Stefan Waidele. Wer den bisherigen Stand der #Blogstöckchen Aktion mitverfolgen möchte, der schaut bei Isabella Donnerhall „So arbeiten andere BloggerInnen“ nach mit bislang 51 Meldungen, Tendenz steigend – klasse! UPDATE: Und wer eine weitgehend komplette Teilnehmerliste einsehen möchte, der blickt bei cratoo.de rein – vielen Dank dafür und gigantische Aktion!

Nachtrag – Weitergabe des Blogstöckchens

Die Pingback-Funktion meines Blogs will gerade nicht, habe noch nicht die Ursache gefunden. Das Blogstöckchen wurde bereits angenommen, was mich sehr freut. Wenn Ihr Euch versucht fühlt, bitte Eure Post-URL im Kommentar angeben, damit ich Euch verlinken kann, bis das Pingback wieder funktioniert.

Hier die bisherige Resonanz:

Mein Bookmark zum Blogstöckchen: Bloggen und Museum

Ich bin sehr froh, dass @Kulturwelt das Blogstöckchen von @Kulturtussi aufgefangen hat und seine Ansichten zum Bloggen, zum zeitraubenden und eigentlich vollkommen überflüssigen Blögstöckchen (!) wunderbar spritzig ausgebreitet hat und ja, es schmeckt mir – absoluter Lesetipp: „#Blogstöckchen? Mal gucken, wie das schmeckt„.(01.06.2013)
 

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17 Kommentare

  1. Pingback: This is how I work, blogge und dingse -- cratoo.de

  2. Pingback: Twitter - wo ist das Stöckchen? | Kultur Event Büro

  3. Pingback: Blogstöcken - 20 Dinge über mich und Kunst

  4. Pingback: Blog-Polonaise: Wie ich so ins Internet schreibe | druckstelle

  5. Pingback: Blogparade: Meine Bloggeschichte – eine Herzensangelegenheit » KULTUR - MUSEO - TALK

    • Tanja Praske

      Liebe Wera,

      ein wunderbares Blogstöckchen – „in der Kürze liegt die Würze“ davon könnte/sollte ich mir manches Mal eine Scheibe abschneiden und davon gleich mehrere Posts auf einen Streich zu schreiben – „Wochenendbloggerin“ und „her mit dem Café“ – kann ich alles unterschreiben. Unsere Blogs als Inspirationsquelle anzuführen, ist eine sehr schöne Streicheleinheit – merci!
      Ich freue mich jedes Mal über einen Post von Dir. Mach weiter so!

      Herzlich, Tanja

    • Tanja Praske

      Danke, Lucas! Der Post gefällte mir sehr gut und Ihr seid bereits aufgenommen. Ich bin gespannt auf die weiteren Teilnehmer. Ist schon witzig zu sehen, wie verschieden die Blogger der jeweiligen Gattungen das Stöckchen ergreifen.
      Verregnete Grüße in den Norden, Tanja

        • Tanja Praske

          Liebe Tine,
          vielen Dank für die Historie des Blogstöckchens, sowohl positiv als auch negativ. Für mich ist es ein neues Format, über das ich schon sehr informative Blogs kennengelernt habe und das ist das Ziel des Blogstöckchen – die Vernetzung der Blogs untereinander. Ich finde die Resonanz hier super klasse!
          Mit Neugier warte ich nun auf den 2. Teil Deines Stöckchens!
          Herzlich,
          Tanja